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Blutdoping-Affäre: Pechstein fordert Schadenersatz

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Pechstein zieht gegen die ARD vor Gericht

02.05.2012, 16:09 Uhr | sid

Blutdoping-Affäre: Pechstein fordert Schadenersatz. Claudia Pechstein wehrt sich gegen Berichte der ARD. (Quelle: imago)

Claudia Pechstein wehrt sich gegen Berichte der ARD. (Quelle: imago)

Die Erfurter Blutdoping-Affäre geht in die nächste Runde: Claudia Pechstein hat eine Schadenersatzklage gegen die ARD angekündigt. Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin wirft dem Sender Rufmord vor. Auf ihrer Homepage erklärt sie, dass durch die falsche Berichterstattung der ARD ein unterschriftsreifer Sponsorenvertrag geplatzt sei: "Der Reporter Hajo Seppelt hat mich in der Sportschau öffentlich denunziert. Er hat die Behauptung aufgestellt, an mir sei eine verbotene Blutbehandlung durchgeführt worden. Diese Behauptung ist falsch und hat mir erheblichen Schaden zugefügt."

Pechstein erklärt weiter: "Ich stand kurz vor der Unterschrift einer lukrativen Vereinbarung mit einem Sponsor, der mich auf dem Weg zu den Olympischen Spielen nach Sotschi fördern wollte. Durch die fehlerhafte Doping-Berichterstattung der ARD ist es nicht zum Vertragsabschluss gekommen."

"Habe niemals gedopt"

Laut Pechstein hatte die ARD-Sportschau einen Tag vor der Ausstrahlung des Beitrags angefragt, ob bei Pechstein eine Abnahme, UV-Bestrahlung und Re-Injektion des Blutes durch den Erfurter Sportmediziner Andreas Franke durchgeführt worden sei. Zudem habe man wissen wollen, ob sie im Zuge der Ermittlungen gegen Andreas Franke schon von der Staatsanwaltschaft Erfurt als Zeugin vernommen worden sei.

Daraufhin habe Pechstein geantwortet: "Ich bin weder Betroffene der staatsanwaltlichen Ermittlungen noch der daraus resultierenden Verfahren der NADA. Darüber hinaus möchte ich einmal mehr betonen, dass ich während meiner gesamten Karriere niemals gedopt, niemals zu unerlaubten Mitteln oder Methoden gegriffen habe. Ich bitte darum, dies anlässlich einer etwaigen Berichterstattung zu berücksichtigen, und alles zu vermeiden, einen anderen Eindruck zu erwecken."

Diese Stellungnahme Pechsteins sei zwar erwähnt, der Inhalt allerdings verschwiegen worden. "Stattdessen wurde behauptet, Claudia Pechstein gehöre zu den Patienten von Herrn Franke, an denen eine verbotene Blutbehandlung durchgeführt worden sei", so Pechstein.

ARD und Seppelt reagieren gelassen

Die ARD und ihr Dopingexperte Hajo Seppelt haben gelassen auf die Klageankündigung von Pechstein reagiert. "Wir sehen der Klage gelassen entgegen und schauen erst einmal, an wen sie adressiert ist. Es kann ja nicht die ganze ARD gemeint sein", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.

Ähnlich reagierte Seppelt in einem Kommentar bei Spiegel online: "Ich sehe dem Ganzen entspannt entgegen, denn wir haben uns nichts vorzuwerfen."

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