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Trainer akzeptieren Sperre im Shorttrack-Skandal

12.10.2012, 08:48 Uhr | dpa

Trainer akzeptieren Sperre im Shorttrack-Skandal. Simon Cho (l) hat einen Sabotageakt gegen den amtierenden kanadischen Doppel-Weltmeister Olivier Jean gestanden.

Simon Cho (l) hat einen Sabotageakt gegen den amtierenden kanadischen Doppel-Weltmeister Olivier Jean gestanden. (Quelle: dpa)

New York (dpa) - Im Manipulationsskandal um das Shorttrack-Team der USA ist Nationaltrainer Jae Su Chun zurückgetreten und hat eine Sperre akzeptiert.

Assistenzcoach Jun Hyong Yeo sei diesem Schritt gefolgt, bestätigte der US-Verband der Nachrichtenagentur Reuters in einer Email. Zuvor war bekanntgeworden, dass 500-Meter-Ex-Weltmeister Simon Cho auf Anweisung des Nationaltrainers die Schlittschuhe seines kanadischen Rivalen Olivier Jean mit einem Kufenbiege-Apparat unbrauchbar gemacht hatte. Der Vorfall hatte sich bei der Team-Weltmeisterschaft 2011 in Warschau ereignet.

Wie der US-Verband mitteilte, werden der ehemalige US-Meister Pat Wendland und der Kanadier Stephen Gough die neuen Nationaltrainer. Wendland war Jugendtrainer der Shorttrack-Legende Apollo Ohno, Gough führte das kanadische Team in Vancouver 2010 zu fünf olympischen Medaillen.

Coach Chun war bereits vor Bekanntwerden des Schummelskandals suspendiert worden, weil ihm der Missbrauch von Athleten vorgeworfen wird. Der Verband hatte seinen Assistenten zum Interimstrainer berufen. Nun wurden beide mit einer Sperre belegt, die auch die Olympischen Spiele in Sotschi 2014 umfasst. In den USA gibt es damit derzeit keinen Nationaltrainer mehr.

Shorttracker Cho und der amerikanische Verband US-Speedskating haben Olivier Jean und die anderen betroffenen Athleten um Verzeihung gebeten. Durch Jeans plötzlichen Ausfall war die kanadische Staffel im WM-Finale nur mit drei und nicht vier Athleten angetreten. In der Gesamtwertung wurde Kanada Dritter hinter Südkorea und China. Ohne die Sabotage wäre ein besserer Rang wahrscheinlich gewesen.

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