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Tscharnkes Sieg als Ausdruck der Teamstärke

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Tscharnkes Sieg als Ausdruck der Teamstärke

14.12.2012, 10:36 Uhr | dpa

Tscharnkes Sieg als Ausdruck der Teamstärke. Tim Tscharnke feierte im kanadischen Canmore seinen ersten Sieg im Weltcup.

Tim Tscharnke feierte im kanadischen Canmore seinen ersten Sieg im Weltcup. (Quelle: dpa)

Canmore (dpa) - Dieser Paukenschlag in den kanadischen Rocky Mountains war unüberhörbar: Die deutschen Skilangläufer sind wieder da. Beim Massenstartrennen über 15 Kilometer in der klassischen Technik kamen gleich drei DSV-Läufer unter die besten sechs.

Dass der Thüringer Tim Tscharnke an seinem 23. Geburtstag zum ersten Weltcupsieg stürmte, setzte dem deutschen Auftritt die Krone auf. Allerdings fehlte in Kanada ein Großteil der absoluten Weltspitze wie der Norweger Petter Northug, der Schweizer Dario Cologna, der Russe Alexander Legkow oder der Schwede Marcus Hellner, die die Reise nach Canmore nicht angetreten hatten.

"Das war genau das Richtige für ein Trainerherz. Das lacht und hüpft", kommentierte Frank Ullrich den Erfolg, den Tobias Angerer (Vachendorf) als Dritter und Hannes Dotzler (Sonthofen) als Sechster komplettierten. Dass dem neuen Bundestrainer bereits auf der vierten Weltcupstation seiner Premierensaison ein Sieg in die Erfolgschronik geschrieben wurde, machte den Thüringer glücklich. Zumal es eben nicht einer der Alten wie Angerer, der erkrankte Axel Teichmann (Bad Lobenstein) oder der auf einem guten 13. Platz gelandete Jens Filbrich (Frankenhain) war, dem der Sieg gelang, sondern einer aus der Schar der jungen Wilden, die den Platzhirschen den Kampf angesagt haben. Im positiven Sinne, wie Ullrich betont.

"Wir haben eine gute Synthese im Team. Die Athleten helfen sich gegenseitig und jeder profitiert davon. Die Jüngeren können in Sachen Wettkampfführung und Taktik sehr viel lernen, gleichzeitig pushen sie mit ihren Auftritten die Älteren. Und diese nehmen den Kampf an. So können solche Leistungen herausspringen", sagte Ullrich.

Tscharnke gilt als eines der größten Talente, die der deutsche nordische Skisport derzeit zu bieten hat. Der Biberacher mit einem Faible für osteuropäische Kultur machte im Olympia-Winter 2009/10 erstmals auf sich aufmerksam, als er sich überraschend für Vancouver qualifizierte und dort gemeinsam mit seinem Vorbild und Mentor Axel Teichmann Silber im Teamsprint gewann. Schon da deutete er an, dass er ein sehr guter Allrounder werden kann, der in beiden Stilarten, aber auch im Sprint und in Distanzrennen Akzente setzen kann.

In Canmore machte er taktisch alles richtig. "Ich wollte anfangs etwas zurückhaltend laufen, weil die Strecken hier sehr schwer sind. Als Tobi Angerer die entscheidende Attacke gestartet hatte und ich mithalten konnte, habe ich gesehen, dass noch genug in meinem Tank drin ist. Also habe ich mein Herz in die Hand genommen und bin losgelaufen", erzählte der Zolloberwachtmeister. Ullrich lobte den neuen Siegläufer. "Tim setzt sich immer mehr in Szene. Er ist jederzeit in der Lage, so eine Leistung abzurufen." Das will Tscharnke besonders bei der WM in Val die Fiemme im Februar, für die er sich durch den Sieg qualifiziert hat. "Dort möchte ich eine Medaille gewinnen", meinte er völlig unbescheiden.

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