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Deutsche Kombinierer wollen Heimsieg

24.01.2013, 09:40 Uhr | dpa

Deutsche Kombinierer wollen Heimsieg. Kombinierer Eric Frenzel gehört auch in Klingenthal zu den Favoriten.

Kombinierer Eric Frenzel gehört auch in Klingenthal zu den Favoriten. (Quelle: dpa)

Klingenthal (dpa) - Jubelnde deutsche Nordische Kombinierer bei einem Heim-Weltcup - dieses Bild hat es seit Jahren nicht mehr gegeben.

Am 3. Januar 2009 holten sich die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch den Sieg in der Staffel in Schonach. Der bislang letzte Einzelsieg datiert vom 20. Januar 2008. Eric Frenzel gewann den Massenstart, Ronny Ackermann den Sprint. Ort des Geschehens war die Vogtlandarena in Klingenthal. Und genau dort wollen Frenzel und Co. am Wochenende die fünfjährige Durststrecke beenden.

Die Chancen dafür stehen so gut wie lange nicht. Die vier zurückliegenden Weltcup-Rennen hatten mit Tino Edelmann und Eric Frenzel ausschließlich deutsche Sieger. "Wir wollen zwar nicht vermessen sein, aber es wäre schön, wenn wir noch einen draufsetzen könnten", sagt Weinbuch, der weiter an der WM-Form seines Kaders arbeitet. "Unsere ganze Konzentration gilt jetzt den zwei Rennen in Klingenthal. Heim-Grand-Prix sind immer etwas besonderes, da wollen wir gut aussehen", meint Frenzel, für den es im doppelten Sinne ein besonderer Wettkampf ist. Schließlich ist der inzwischen 24-Jährige aus Oberwiesenthal und somit fast ein Lokalmatador. Familie, Freunde und Fanclub wollen an der Schanze für noch mehr Aufwind sorgen.

Der Weltmeister von Oslo hat rechtzeitig vor den Titelkämpfen in vier Wochen in Val di Fiemme seine Form zurückgefunden. "Das Laufen klappte ja seit Saisonbeginn, nun aber stimmt es auf der Schanze auch wieder", bemerkt der Stabsunteroffizier der Bundeswehr zufrieden. Die wochenlange Sisyphusarbeit der Trainer zahlt sich jetzt aus. Nicht nur bei Frenzel.

Weinbuch kann aus dem Vollen schöpfen. Tino Edelmann (Zella-Mehlis), Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) und Fabian Rießle (Breitnau) befinden sich allesamt auf dem aufsteigenden Ast. Und auch Johannes Rydzek (Oberstdorf) sollte rechtzeitig vor der WM noch das Erfolgserlebnis haben, das er braucht, um dem Team zum langersehnten Staffel-Gold zu verhelfen. "Leider müssen wir jedes Mal wieder neu kämpfen, um richtig gut zu sein. Starke Sprünge sind noch keine Selbstverständlichkeit. Ob Sieg oder Niederlage - das hängt immer noch am seidenen Faden. Und das nagt am Selbstvertrauen. Vielleicht holt sich das der eine oder andere jetzt auf der Großschanze in Klingenthal", sagt Weinbuch.

Deshalb verlangt er höchste Konzentration. Und wird weiter mit seinen Jungs hart arbeiten. Nicht alle werden die restlichen Weltcups bis zur WM bestreiten. In Oberstdorf soll in einem Extra-Trainingslager vor allem auf der kleinen Schanze noch einmal am Absprung gearbeitet werden.

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