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Nordische Ski-WM 2013: DSV-Starter bleiben chancenlos

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Nordische Ski-WM 2013: DSV-Starter bleiben chancenlos

25.02.2013, 13:19 Uhr | dpa

Nordische Ski-WM 2013: DSV-Starter bleiben chancenlos. Denise Herrmann ist im Ziel sichtlich erschöpft.

Denise Herrmann ist im Ziel sichtlich erschöpft. (Quelle: dpa)

Val di Fiemme (dpa) - Mit versteinerter Miene verfolgte Frank Ullrich das WM-Debakel der deutschen Loipen-Asse im Teamsprint. Der achte Platz für Hanna Kolb und Denise Herrmann sowie Rang neun durch Tim Tscharnke und Axel Teichmann entsprachen so gar nicht den Erwartungen des Bundestrainers.

Ullrich wollte den schwachen Auftritt nicht schönreden: "Die Enttäuschung ist natürlich da. Dass wir vorne nicht dabei waren, ist schade. Wir haben uns beide Male in die Defensive drängen lassen. Dadurch konnten wir nicht agieren, sondern nur noch reagieren", kritisierte er.

Beim Sieg des Damen-Duos Jessica Diggins/Kikkan Randall, die das erste Langlauf-Gold für die USA in der WM-Historie holten, und der Russen Alexej Petuchow/Nikita Krjukow konnten die DSV-Läufer ebenso wenig in den Medaillenkampf eingreifen wie am Vortag im Skiathlon. Tobias Angerer schaffte es als Neunter zumindest in die Top Ten, die Oberstdorferinnen Nicole Fessel und Katrin Zeller gingen auf den Plätzen 22 und 25 völlig unter.

Dario Cologna stürmte über 2 x 15 Kilometer in der klassischen und freien Technik zum ersten Langlauf-Titel für die Schweiz. Zuvor hatte Norwegens Skikönigin Marit Björgen über die halbe Distanz bei den Damen ihren insgesamt zehnten WM-Triumph gefeiert.

Entsprechend ernüchternd fiel Ullrichs Zwischenbilanz nach der Hälfte der zwölf Langlauf-Wettbewerbe bei den Titelkämpfen in Val di Fiemme aus. "Wir haben gesagt, für eine Medaille muss alles passen. Das ist momentan nicht der Fall. Wir müssen versuchen, die Lücke zur Weltspitze aus eigener Kraft zu schließen. In der zweiten WM-Woche gilt es, das Herz in beide Hände zu nehmen und eine Jetzt-erst-Recht-Mentalität aufzubauen", sagte der Chefcoach.

Zur fehlenden Klasse gesellte sich im Herren-Teamsprint auch noch das Pech. Tscharnke wurde auf seiner Schlussrunde durch einen Stockbruch zurückgeworfen, Teichmann bei seiner Aufholjagd zweimal von vor ihm laufenden Konkurrenten ausgebremst. "Bis zum letzten Anstieg war ich mir sicher, dass noch etwas geht. Aber dann ging es los: Erst fädelte der Österreicher ein, dann machte der Weißrusse die Tür zu", berichtete der 33 Jahre alte Thüringer.

Im Damen-Rennen musste Hanna Kolb auf ihrer Schlussrunde abreißen lassen. "Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Ich wusste, dass hier Vollgas gegeben wird. Aber meine Körner reichten nur für zwei Runden", räumte sie ein. Als Sprint-Spezialistin war Kolb auf der schweren Strecke schlicht überfordert.

Genauso war es am Vortag den Distanzläuferinnen ergangen. "Das Rennen war zu schnell für mich. Ich bin dann blau gegangen und habe mich nur noch ins Ziel gerettet", berichtete Fessel. "Die erste Runde war noch okay, dann kam die Blaumeise. Ich hatte keine Kraft mehr, die Arme und Beine waren schwer", erklärte Zeller.

Lediglich Team-Oldie Angerer lief ein gutes Rennen, am Ende aber an der erhofften Medaille vorbei. "Im Großen und Ganzen muss ich zufrieden sein. Aber ich wollte mehr, da bin ich ehrlich", sagte der 35-jährige Bayer. Als Cologna in der Endphase den Turbo zündete, musste Angerer abreißen lassen. "Ich war am Limit", sagte er und räumte eigene Fehler ein: "Ich war einen Tick zu weit hinten drin. Das sind die Nuancen, die dir fehlen, um ganz nach vorne zu kommen."

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