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Eisschnelllauf: Pechstein verliert das deutsche Duell

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Pechstein sorgt nach Erkältungspause für Furore

01.03.2013, 19:50 Uhr | dpa

Eisschnelllauf: Pechstein verliert das deutsche Duell. Claudia Pechstein beim Weltcup in Erfurt. (Quelle: dpa)

Claudia Pechstein beim Weltcup in Erfurt. (Quelle: dpa)

Stephanie Beckert lächelte ganz schüchtern, Claudia Pechstein brachte ihre Freude mit einem Strahlen und erhobenem Zeigefinger zum Ausdruck. Beide deutschen Medaillenhoffnungen für die Eisschnelllauf-WM in Sotschi haben beim Weltcup in Erfurt trotz gerade erst überstandener Erkältungen mit Podestplätzen für Furore gesorgt.

Dabei entschied Beckert in ihrer Heimatstadt das interne deutsche Duell zu ihren Gunsten und kam über 5000 Meter hinter Olympiasiegerin Martina Sablikova aus Tschechien (7:01,33) in 7:02,84 Minuten auf den zweiten Platz.

Traurige Wolf: "Die Zeit war nicht gut"

Die gerade 41 Jahre alt gewordene Claudia Pechstein kämpfte trotz Trainingsrückstandes nach ihrem fiebrigen Infekt vor und während der WM in Hamar bis auf die Zielgerade und verdiente sich in 7:06,98 Minuten den dritten Rang. In der zurückliegenden Woche hatte sie nur zwei Trainingseinheiten auf dem Eis absolvieren können. Im Gesamtklassement auf den Langstrecken führt vor dem Weltcup-Finale in Heerenveen weiter die WM-Favoritin Sablikova (430 Punkte) vor Beckert (350) und Pechstein (331).

Jenny Wolf saß trotz Platz drei über 500 Meter traurig am Rande der Eisbahn und blickte ins Leere. Auch beim Heim-Weltcup konnte die Olympia-Zweite ihr nun schon ein Jahr anhaltendes Warten auf ihren 61. Sieg nicht beenden. "Die Zeit war nicht gut, der Angang war nicht gut, da kann ich höchstens mit der Platzierung zufrieden sein", bekannte die fünfmalige Weltmeisterin, nachdem sie in 38,39 Sekunden der Chinesin Wang Beixing (38,07) und der Niederländerin Thijsje Oenema (38,34) den Vortritt lassen musste. Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa aus Südkorea, die alle bisherigen acht Weltcup-Sprints gewonnen hatte, verzichtete auf Starts in Erfurt.

Bessere Platzierung erhofft

Wolfs Trainer Thomas Schubert gab zu, dass man angesichts des Fehlens von Seriensiegerin Lee und weiterer drei Top-Sprinterinnen schon mit einem Sieg geliebäugelt hätte. "Beim Heim-Weltcup steht man immer gern in der Sonne. Aber unser Hauptwettkampf ist die WM in drei Wochen in Sotschi, und da wollen wir um das Podest mitkämpfen", sagte der Coach. Und sein Schützling gab ihm recht. "Wenn man die Siegerzeit sieht, dann glaubt man, dass man weiter vorn sein müsste", sagte Jenny Wolf nach ihrer vierten Podestplatzierung der Saison.

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