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Pechstein hält an Kritik fest, Beckert kraftlos

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Pechstein hält an Kritik fest, Beckert kraftlos

09.03.2013, 17:44 Uhr | dpa

Pechstein hält an Kritik fest, Beckert kraftlos. Claudia Pechstein wurde in Heerenveen Vierte über 3000 Meter.

Claudia Pechstein wurde in Heerenveen Vierte über 3000 Meter. (Quelle: dpa)

Heerenveen (dpa) - Claudia Pechstein zeigt sich beim Weltcup-Finale weiter unzufrieden mit dem Auftritt von Stephanie Beckert in der Teamverfolgung. Allerdings: Die Erfurterin war auch über 3000 Meter in Heerenveen schwach, Pechstein wurde immerhin Vierte und noch Gesamt-Zweite.

"Der Lauf war indiskutabel. Ich bin mit dem gesamten Auftritt von Steffi nicht zufrieden", sagte Pechstein am Samstag zum missratenen Auftritt in der Teamverfolgung am Freitagabend, als Beckert schon nach einer Runde nicht mehr folgen konnte. Pechstein hatte der Erfurterin "Arbeitsverweigerung" und das Schonen von Kräften vorgeworfen.

Allerdings: Beckert enttäuschte auch am Samstag als Zwölfte über 3000 Meter und rutschte in der Gesamtwertung über die Langstrecken noch vom zweiten auf den vierten Rang ab. Pechstein dagegen zog als Tages-Vierte an Beckert vorbei auf den zweiten Platz hinter der Tschechin Martina Sablikova. Die Olympiasiegerin gewann trotz Platz sechs schon zum siebten Mal nacheinander die Gesamtwertung im Weltcup.

Den Tagessieg holte sich die überragende Niederländerin Ireen Wüst. Die Mehrkampf-Weltmeisterin blieb in 3:58,68 Minuten als erste Läuferin in Heerenveen unter vier Minuten und steigerte ihren Bahnrekord vom Februar 2007 um 1,6 Sekunden. Wüst gewann vor ihren Teamgefährtinnen Diane Valkenburg (4:04,75) und Linda de Vries (4:04,87). Pechstein (4:05,82) trennte eine knappe Sekunde vom Podest, Beckert (4:09,92) war indes satte elf Sekunden langsamer als Siegerin Wüst.

Auf Pechsteins Kritik mochte sie nicht direkt eingehen. "Ich konzentriere mich auf meine Läufe. Ich habe alles gegeben und kann mir daher nichts vorwerfen. Ich gucke nur auf mich", sagte Beckert. Pechstein dagegen berichtete, sie werde bereits von Läuferinnen anderer Nationen gefragt, was los sei. Sie sieht sich nicht als Auslöserin des Ärgers: "Ich brauche den Zoff nicht", betonte die 41 Jahre alte Berlinerin.

Teamchef Helge Jasch erklärte vor den Rennen des Samstags, mit den Trainern sei bereits über die Teamverfolgung gesprochen worden. "Wir werden das intern klären", meinte Jasch. Der Berliner Coach Thomas Schubert forderte: "Da muss Tacheles geredet werden."

Nach dem 500-Meter-Sieg von Jenny Wolf am Freitag blieben am zweiten Tag deutsche Podestplätze aus. Samuel Schwarz wurde in 1:10,01 Minuten Neunter über 1000 Meter und klagte: "Mir fehlt noch die Luft für die zweite Runde. Da habe ich mich gequält." Es siegte Weltmeister Stefan Groothuis (1:08,91) aus den Niederlanden, sein Landsmann Kjeld Nuis (1:09,24) gewann dank Rang drei erstmals die Gesamtwertung.

Bei den Damen triumphierte zum zweiten Mal nach 2011 die Amerikanerin Heather Richardson. Den Tagessieg holte sich Weltmeisterin und Olympiasiegerin Christine Nesbitt (1:15,48) aus Kanada, Monique Angermüller aus Berlin (1:17,16) belegte Platz zwölf.

Bester eines deutschen Quartetts über 5000 Meter war Patrick Beckert (6:28,12) als Elfter. Es siegte Oranje-Star Sven Kramer, der in 6:10,78 Minuten knapp seinen Bahnrekord verfehlte. Sein Landsmann Jorrit Bergsma gewann mit Platz zwei die Langstrecken-Gesamtwertung.

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