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Eiskunstlauf-WM 2013: Savchenko/Szolkowy verpassen Gold

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Savchenko/Szolkowy: trotz Dreifach-Wurfaxel nur WM-Silber

16.03.2013, 11:01 Uhr | dpa, dpa

Eiskunstlauf-WM 2013: Savchenko/Szolkowy verpassen Gold. Silber in London/Ontario: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy. (Quelle: Reuters)

Silber in London/Ontario: Aljona Savchenko und Robin Szolkowy. (Quelle: Reuters)

Trotz einer feurigen, aber nicht makellosen Flamenco-Kür zum "Bolero" haben Aljona Savchenko und Robin Szolkowy den fünften Weltmeister-Titel verpasst. Wie schon bei den Europameisterschaften im Januar mussten sie den Russen Tatjana Wolososchar/Maxim Trankow den Vortritt lassen.

Mit 205,56 Punkten reichte es im kanadischen London/Ontario nur zu Silber. Wolososchar/Trankow sicherten sich trotz eines Sturzes mit Weltrekord von 225,71 Zählern ein Preisgeld von gut 50.000 Euro.

Gewagtes Element, das kein anderes Paar beherrscht

"Das bedeutet, dass wir bei Olympia in Sotschi um Gold kämpfen können", sagte Trankow. Die Bestmarke hielten bisher Savchenko/Szolkowy mit 217,85 Punkten. Die Kanadier Meagan Duhamel/Eric Radford (204,56) gewannen knapp hinter den Deutschen Bronze und brachten die Arena zum Kochen.

"Man kann nicht immer ganz oben stehen, vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass sie nicht die Topfavoriten vor Olympia sind", sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Trainer Ingo Steuer fieberte bei der Vorstellung seines Duos vor 6500 Zuschauern im Budweiser Gardens der kanadischen Universitätsstadt an der Bande mit. Er entschied mit seinen Ausnahme-Läufern, sogar den dreifachen Wurfaxel zu zeigen. Das hatte sich schon im Morgentraining angedeutet. Das gewagte Element, das kein anderes Paar der Welt beherrscht, brachte zum Schluss noch einige wichtige Punkte. Doch für den Sieg hätten die Zwei ihre Einzelelemente stehen müssen.

Vartmann und van Cleave enttäuschen

Szolkowy interpretierte mit seiner zierlichen Partnerin den legendären Tanz, mit dem es die englischen Eistänzer Jayne Torvill und Christopher Dean nach der Version von Maurice Ravel bei Olympia 1984 zu Weltruhm brachten, viel sportlicher. "Der Bolero macht Spaß, ich bin traurig, dass wir ihn zum letzten Mal gelaufen sind", sagte er. Sein Sturz beim dreifachen Salchow brachte aber einen dicken Minuspunkt. Zudem misslang seiner 28 Jahre alten Partnerin die Eingangskombination: Sie sprang beide Toeloops nur doppelt.

Mari Vartmann und Aaron van Cleave beendeten den Wettkampf enttäuschend auf Rang 16. Damit hat Deutschland 2014 sowohl bei Olympia in Sotschi als auch bei der WM in Japan nur zwei Startplätze. "Es gibt keine wirkliche Erklärung, uns fehlen vielleicht die großen Wettkämpfe", sagte Vartmann nach einem vermasselten Programm. Ihr kanadischer Partner, der bis Olympia unbedingt den deutschen Pass haben möchte, strauchelte schon bei der Eingangskombination zum dreifachen Toeloop. Die 24-Jährige fiel dann beim dreifachen Wurfrittberger und stolperte noch einmal nach dem schon gestandenen Wurfsalchow.


Hoffen auf Hausch und Wende

"Es reicht nicht, wenn man nur im Training die Leistungen bringt", analysierte Dönsdorf. Vartmann hatte ihrem Partner in der Saisonvorbereitung unglücklich das Nasenbein gebrochen, doch das kann zum Ende des Winters keine Erklärung für den eklatanten Leistungseinbruch sein. Die DEU hofft, dass Maylin Hausch und Daniel Wende nach langer Verletzung wieder fit werden und den zweiten Olympia-Startplatz einnehmen können.

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