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Kombinierer denken schon an Sotschi

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Kombinierer denken schon an Sotschi

17.03.2013, 11:25 Uhr | dpa

Kombinierer denken schon an Sotschi. Coach Hermann Weinbuch war weitgehend zufrieden mit der Saison.

Coach Hermann Weinbuch war weitgehend zufrieden mit der Saison. (Quelle: dpa)

Oslo (dpa) - Besser hätte die Saison für die Nordischen kombinierten nicht ausklingen können. Eric Frenzel sicherte sich den Gesamtweltcup, das deutsche Team den Nationencup. Und dennoch ist im Hinblick auf Olympia nicht alles im grünen Bereich.

Der Duft der gegrillten Thüringer Bratwurst zog von der deutschen Wachshütte über den Holmenkollen. Schon von weitem hörte man in Oslo das ausgelassene Männerlachen. Das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch feierte nach dem Champions Race mit Platz zwei für Eric Frenzel hinter Jason Lamy Chappuis aus Frankreich das erfolgreiche Ende einer langen Saison in der Nordischen Kombination. Soviel Positives auf einmal hatten die Deutschen in den vergangenen Jahren nie zu begießen. Doch in die Feierlaune mischten sich auch ernste Töne. Um bei Olympia in Sotschi im nächsten Jahr erneut erfolgreich zu sein, bedarf es viel Arbeit - und Geld.

Im Mittelpunkt der deutschen Jubelarie stand an der Wiege des nordischen Skisports Eric Frenzel. Der Oberwiesenthaler holte sich neben dem Weltmeistertitel auch den Gesamtweltcup als erst dritter Deutscher nach Weinbuch und dessen Co-Bundestrainer Ronny Ackermann. Mit seinen sechs Saisonsiegen war er zudem maßgeblich am Gewinn des Nationencups beteiligt. Insgesamt gewannen die Weinbuch-Schützlinge drei WM-Medaillen, elf Weltcups und standen 17 Mal auf dem Weltcup-Podest - eine beeindruckende Erfolgsbilanz. "Es hat sehr viel geklappt von dem, was wir geplant und uns vorgenommen haben", sagte ein weitgehend zufriedener Hermann Weinbuch.

Das Trainer-Schlitzohr hatte das Team einmal mehr auf den Punkt fit gemacht. "Der Trainingsaufbau hat sich bewährt. Drei Monate lang haben wir die Weltspitze mit dominiert. Dass es im ersten Saisondrittel noch nicht so lief, lag an der Trainingsintensität und der daraus resultierenden fehlenden Spritzigkeit und am Material, speziell an den neuen Sprunganzügen. Hier haben wir nachgebessert, da waren wir am Anfang noch zu konservativ", fasste Weinbuch zusammen.

Besonderes Augenmerk hatten die Deutschen auf die Sprungtechnik gelegt, die akribisch weiterentwickelt wurde und die, zu allererst bei Frenzel, in den entscheidenden Augenblicken der WM und des Weltcups der Schlüssel zum Erfolg war. Auch das neue Ski-Verteilsystem wirkte sich positiv aus. Die Athleten, die alle bei der gleichen Ski-Firma unter Vertrag stehen, haben kein personengebundenes Lauf-Material mehr. "Alle Ski kommen in einen Topf. Der Aussichtsreichste bekommt nach den Tests den besten Ski", erklärte Weinbuch.

Dabei aber sind die Kombinierer auch an ihre Grenzen gestoßen. "Wir brauchen mehr Top-Material. Dafür müsste der Verband richtig Geld in die Hand nehmen, denn das geht nicht nur uns so, sondern auch den Biathleten und Langläufern. Doch der DSV ist ja nicht so doll mit finanziellen Mitteln gesegnet. Das wird also ein Problem", sagte Weinbuch.

Der Grund für die Besorgnis: Bei Olympia in Sotschi werden nasser Schnee und hohe Temperaturen erwartet. Genau für diese Bedingungen, das zeigte auch die WM in Val di Fiemme, haben die Deutschen nicht das beste Material. "Wir müssen uns auf diesem Gebiet weiterentwickeln, sonst nützen uns auch nicht die bestens ausgebildeten Sportler und deren Leistungsbereitschaft", warnte Weinbuch.

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