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Staub in der Frühlingsluft - Winterspiele im Badeort

21.03.2013, 09:58 Uhr | dpa

Staub in der Frühlingsluft - Winterspiele im Badeort. Die Eisschnellläufer sind voll des Lobes über die "Adler-Arena" in Sotschi.

Die Eisschnellläufer sind voll des Lobes über die "Adler-Arena" in Sotschi. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Presslufthämmer dröhnen ohne Unterlass, Hunderte Kräne drehen sich im Baustellenstaub. Im Olympia-Park von Sotschi schinden 324 Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele Tausende von Bauarbeitern unter Hochdruck.

Die größte Baustelle am Schwarzen Meer bringt viel Dreck mit sich, das Umfeld gleicht einer Kraterlandschaft. Leere Schnapsflaschen, Verpackungsmaterial und Müllreste mischen sich nur zehn Meter entfernt von der "Adler-Arena" mit Unmengen von Schlamm und Schutt. Pfützen fluten die Baugruben.

All das verleiht den bereits fertiggestellten olympischen Sportstätten ein wenig schönes Ambiente. Hunderte Lastkraftwagen drängen sich voll beladen durch die moderigen Baustraßen im kompaktesten aller bisherigen Olympia-Parks bei Winterspielen und pusten Schwaden von Staub in der Frühlingsluft. In zahlreichen Internet-Blogs klagen genervte Bürger des 400 000 Einwohner zählenden Badeorts nicht nur über den Baulärm, sondern prangern die verpestete Luft und die beim Bau entweichenden giftigen Gase an.

Nur auf Postkarten kann man derzeit erahnen, wie das Gesamtgebilde im Ortsteil Adler direkt an der Schwarzmeerküste einmal aussehen könnte. "Irgendwie ist es ein komisches Gefühl. Man steigt aus dem Flieger und sieht Palmen - irgendwie ist es wie Mallorca an einem Schlechtwettertag", sagte Eisschnellläuferin Monique Angermüller.

Bei den mit Gesamtausgaben von 37,5 Milliarden Dollar schon jetzt teuersten Winterspielen der Olympia-Geschichte werden sich im sogenannten Coastal Cluster mit seinen sechs Sportstätten und drei Trainingszentren täglich bis zu 75 000 Menschen zusammenfinden. Anders als im eine Autostunde entfernten Mountain Cluster, wo die Biathleten über zu schwierige und gefährliche Strecken klagten, sind die Eisschnellläufer bei ihren Weltmeisterschaften voll des Lobes über die "Adler-Arena", die in leuchtendem Gelb und Orange erstrahlt.

"Alles ist sehr sauber. Das ist mir wichtig, weil wir das in Russland auch schon anderes kennengelernt haben. Die Wege in der Halle sind ein bisschen lang, aber daran kann man sich gewöhnen", meinte die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein. Jenny Wolf lobte das Eis in der 8000 Besucher fassenden und 33 Millionen Dollar teuren Halle. "Es rutscht gut", sagte die Olympia-Zweite.

Doch das graue, unaufgeräumte Umfeld mit aufgerissenen Kabelgräben und gewaltigen Geröll-Halden trübt ihre Stimmung. "Irgendwie fühlt man sich nicht willkommen, wenn alles so unfertig ist und man von LKWs zum Training begleitet wird", meinte die Berlinerin, hofft aber: "Bis zum nächsten Jahr ist bestimmt alles fertig." Bereits im Januar 2011 wurde die Arena fertiggestellt, von Januar bis Mai 2012 erfolgte die Verkleidung der Fassade. Im Juli 2012 wurde die Betonplatte für die Eisbahn gegossen, die so groß wie drei Fußballfelder ist.

Prachtstück des Parks, nur wenige Hundert Meter vom Meer entfernt, ist die auf einem Hügel errichtete, 12 000 Besuchern Platz bietende und 300 Millionen Dollar teure Bolschoi-Arena. Hier werden große Eishockeyduelle zwischen den Russen und ihren Konkurrenten aus Nordamerika erwartet. Die gepolsterten roten Klappsitze in dem blitzeblanken gläsernen UFO mit weißem Dach werden im April bei der Junioren-WM einem letzten Test unterzogen. Auch der "Eisberg", das gleichfalls 12 000 Zuschauer fassende blau-weiße Monstrum für Eiskunstlauf und Shorttrack, muss sich nicht verstecken. Es soll nach den Spielen zum Velodrom umgebaut werden.

Übereinstimmend begrüßen die Eisschnellläufer, dass sie alle Sportstätten vom olympischen Dorf aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichen können. Auch an den vier- bis fünfstöckigen Gebäuden des "Village" mit ihren roten Dächern drehen sich derzeit noch Dutzende Kräne. Der olympische Endspurt in Sotschi hat längst begonnen.

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