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Eisschnelllauf-WM 2013: Claudia Pechstein gewinnt Bronze

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Pechstein holt sich ihre 58. Medaille bei internationalen Titelkämpfen

21.03.2013, 18:27 Uhr | dpa

Eisschnelllauf-WM 2013: Claudia Pechstein gewinnt Bronze. Claudia Pechstein ist trotz ihrer 41 Jahre immer noch eine Klasse für sich. (Quelle: imago/viadata)

Claudia Pechstein ist trotz ihrer 41 Jahre immer noch eine Klasse für sich. (Quelle: viadata/imago)

Diese Umarmung hatte Symbolcharakter: ISU-Vizepräsident Jan Dijkema nahm Claudia Pechstein bei der Siegerehrung in die Arme und küsste die Berlinerin. So herzlich hatte der höchste Eisschnelllauf-Funktionär der Welt und hartnäckigste Gegenspieler Pechsteins in der Phase ihrer Sperre die Siegerin Ireen Wüst aus seinem Heimatland Niederlande zuvor nicht umarmt.

"Ob jemand geküsst wird oder nicht, muss jeder selbst entscheiden", meinte Pechstein strahlend, nachdem ihr zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Sotschi mit Bronze über 3000 Meter ein kleines sportliches Wunder gelungen war. Dank einer extrem starken Schlussrunde riss die 41-jährige Berlinerin ihre 58. Medaille bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften (14/28/16) aus dem Feuer. Schon auf der Ziellinie brach der Jubel aus ihr heraus, danach ging der Daumen nach oben und sie fiel ihrem Freund mit leuchtenden Augen in die Arme.

In Gedanken in Berlin

Ihre ersten Gedanken in der Mixed-Zone galten trotz aller überschäumenden Freude aber den bei einem Hubschrauberunglück in Berlin verunglückten Kollegen der Bundespolizei. "Ich wollte hier mit einem schwarzen Tape laufen, aber die Regeln ließen das nicht zu", sagte die Bundespolizistin zu dem folgenschweren Crash, bei dem ein Pilot starb und vier andere verletzt wurden.

Danach gab sie zu, an diese Medaille selber nicht geglaubt zu haben. Nach acht Jahren ohne WM-Plakette über 3000 Meter ausgerechnet mit 41 Jahren aufs WM-Podest zurückzukehren, darf als eine der großen Überraschungen der Eisschnelllauf-Geschichte gewertet werden.

Zickenzoff macht Beine

Der von ihr selbst ausgelöste Zickenzoff mit Stephanie Beckert schien so etwas wie Ansporn für das WM-Rennen zu sein. In 4:07,75 Minuten pushte sich die Berlinerin im Duell mit der Niederländerin Diane Valkenburg und mobilisierte im Schlussgang die letzten Körner. "Ich habe mich erinnert, wie ich sie in Erfurt geschlagen habe. Und ich habe auch den Mut nicht verloren, als ich schon weit zurücklag", meinte sie euphorisch.

Hingegen konnte ihre Erfurter Rivalin Beckert nicht die angestrebte dritte Medaillen in Serie nach 2011 (Bronze) und 2012 (Silber) erkämpfen und wurde Siebte in 4:11,71 Minuten. Die Thüringerin wiederholte, dass ihr die öffentlichen Attacken von Pechstein mental sehr geschadet hatten. "Natürlich bin ich enttäuscht. Aber dies alles ist schwer abzuschütteln. Ich muss versuchen, diese mentale Belastung wegzuschieben", meinte Beckert.

Verwirrung in der Nacht

In der Nacht zuvor hatte der seit Tagen herrschende Zwist zwischen den beiden Damen erneut für Aufregung in der deutschen Teamleitung gesorgt. Laut einem Medienbericht soll Cheftrainer Markus Eicher geäußert haben, dass Pechstein mit 41 Jahren keine Zukunft mehr habe. In einer Gegendarstellung der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft von 01.30 Uhr verwahrte sich Eicher gegen diese Darstellung. "Das war eine tolle Leistung von Claudia, von Stephanie hatten wir ein bisschen mehr erwartet", betonte der Inzeller nach dem Rennen.

Team-Läuferin Bente Kraus aus Berlin wies im zweiten WM-Rennen ihrer Karriere Glanz-Form nach und kam in 4:12,35 Minuten auf den nie erwarteten achten Platz hinter Beckert. "Als ich bis zur Eisbereitungspause noch auf Platz 1 stand, habe ich das gleich fotografiert. Das war ein perfekter Einstand in die WM", meinte die 24-Jährige nach dem bisher besten Rennen ihrer Karriere.

Wüst siegt

Der Sieg in der Adler-Arena ging erwartungsgemäß an die Niederländerin Ireen Wüst, die sich in 4:02,43 Minuten das elfte WM-Gold ihrer Laufbahn vor Titelverteidigerin Martina Sablikova aus Tschechien (4:04,80) sicherte.

Über 1500 Meter war kein deutscher Läufer am Start, nachdem Moritz Geisreiter wegen Magen-Darm-Problemen absagte und sich daher auf die langen Distanzen konzentriert. Dafür verzückte Denis Juskow seine Landsleute und in 1:46,32 Minuten erkämpfte das erste Gold in der WM-Geschichte für Russland auf dieser Distanz.

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