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TV-Protest weitet sich zum Verbandsstreit aus

27.03.2013, 15:58 Uhr | dpa

Leipzig (dpa) - Der TV-Protest der deutschen Kufensportler gegen zu geringe Fernsehzeiten hat sich zum internen Verbandsstreit ausgeweitet.

Der Generalsekretär des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), Thomas Schwab, bewertete die Kritik von elf Olympiasiegern und Weltmeistern an den Öffentlich-Rechtlichen als Alleingang.

Die Athleten hatten sich in einem offenen Brief massiv über vermeintlich ungerechte TV-Anteile beklagt. "Im Auftrag des BSD- Präsidiums weise ich darauf hin, dass dieses Schreiben ohne Abstimmung mit dem BSD verfasst wurde", schrieb Schwabin einem Brief an diverse Sportchefs der öffentlich-rechtlichen Sender.

Auch der Weltverband FIBT reagierte erbost und forderte die Deutschen zur sofortigen Klarstellung auf. "Wir möchten sie darüber in Kenntnis setzen, dass wir uns komplett vom Inhalt dieses Briefes distanzieren", schrieb der italienische FIBT-Präsident Iva Ferriani. BSD-Sportdirektor und Generalsekretär Schwab, war umgehend um Schlichtung der Angelegenheit bemüht. Die Sicht der Athleten repräsentiere nicht die Meinung des Verbandes. Bei Unmut werde der Dialog mit den TV-Partnern gesucht. Der Bayer zeigte sich mit "Sendezeiten und vor allem Quoten sehr zufrieden".

Rückendeckung bekommen die Vorzeigeathleten im Eiskanal allerdings von BSD-Präsident Andreas Trautvetter und dessen Stellvertreter Rainer M. Jacobus, der neben den Sportlern und einigen BSD-Trainern zu den Unterzeichnern des Offenen Briefes gehörte. "In der Sache haben die Sportler recht, doch der Brief hätte durchaus anders, etwas freundlicher verfasst werden können", sagte Trautvetter am Mittwoch der dpa und fügte an: "Der Brief der Athleten und Veranstalter von Weltcuprennen enthält viele gute Anregungen, wie man unseren Sport besser vermarkten sollte. Als BSD-Präsident hätte ich aber keinen Offenen Brief geschrieben, sondern die Probleme in einer entsprechenden Zuschrift an die Intendanten angesprochen und um ein Gespräch zur Verbesserung der Attraktivität der Sendung gebeten."

Trautvetter geht jetzt noch einen Schritt weiter und nimmt die internationalen Verbände in die Pflicht. Man müsse vor allem über "das Format unserer Rennen nachzudenken". Auch da zieht er Vergleiche zu den attraktiven TV-Sportarten Biathlon oder Ski nordisch. "Kann sich heute noch jemand erinnern, wie Biathlon vor 30 Jahren abgelaufen ist? Die Athleten sind gestartet, im Wald verschwunden, haben irgendwo auf einer Schießanlage auf Scheiben geschossen und wenn alle Zuschauer längst zu Hause waren, wurde nach Auswertung der Scheiben das Ergebnis festgestellt. Wir arbeiten immer noch mit dem gleichen Wettkampfformat wie vor 30 Jahren", kritisierte Trautvetter und verweist auf die aktuelle Situation der Eiskanalsportarten. "Wenn ein Weltcuprennen für einen Wettbewerb an der Bahn länger als drei Stunden dauert und an manchen Tagen die Dauer der Wettbewerbe sechs bis sieben Stunden in Anspruch nimmt, dann bleibt der Zuschauer lieber zu Hause im Sessel sitzen."

Unterdessen hat Alpin-Direktor Wolfgang Maier davor gewarnt, dass sich Sportarten im Streit um Fernsehzeiten untereinander angreifen. Maier kann zwar verstehen, dass sich auch Bob, Rodeln und Skeleton mehr Live-Übertragungen wünschen, denn "es geht ums Geschäft". Ärgerlich aber sei, dass "das auf Kosten von anderen gehen soll, nach dem Motto, die sollen weniger bekommen, weil ich mehr will". Rodeln müsse sich eingestehen, dass dort die internationale Konkurrenz nicht so zahlreich sei wie etwa bei den Skifahrern. Deutsche Medaillen und Titel seien daher für Alpine schwerer zu erreichen. Ursache für die Debatte sei ohnehin das ganzjährig große Interesse am Fußball.

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