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Verblüffung auf dem Eis: König Spoon will Olympia-Gold

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Verblüffung auf dem Eis: König Spoon will Olympia-Gold

22.07.2013, 11:07 Uhr | dpa

Verblüffung auf dem Eis: König Spoon will Olympia-Gold. Jeremy Wotherspoon gibt ein Comeback.

Jeremy Wotherspoon gibt ein Comeback. (Quelle: dpa)

Calgary (dpa) - Einige hielten es für einen Gag, selbst engste Freunde wollten der Nachricht zunächst kaum Glauben schenken. Und auch einen Monat nach Verkündung des spektakulären Comebacks des kanadischen Eissprint-Stars Jeremy Wotherspoon herrscht in der Szene noch immer Verblüffung.

"Die Rückkehr des Königs! Und ich rede nicht über Elvis, Baby", schrieb die kanadische Eisschnellläuferin Anastasia Bucsis bei Facebook. "Kaum zu glauben: Jeremy startet Comeback für Sotschi", postete Team-Olympiasieger Denny Morrison, der frühere und künftige Teamgefährte Wotherspoons.

Der schnellste Sprinter der Welt hält seit fast sechs Jahren mit 34,03 Sekunden den 500-Meter-Weltrekord - doch als er vor reichlich drei Jahren in Richmond kopfschüttelnd das Eis verließ und bei Olympia in seiner Heimat mit dem deprimierenden neunten Platz über 500 Meter vorlieb nehmen musste, war eigentlich allen Fans klar: Hier endete eine Ära. Sein letztes Rennen bestritt "Spoon", wie er von allen Kufenflitzern nur genannt wird, am 6. März 2010 beim Weltcup in Erfurt und nahm wenig später einen Trainerjob an der neu gegründeten Eisschnelllauf-Akademie in Inzell an.

Und obwohl ihn diese Tätigkeit nach wie vor begeistert, will es sich Wotherspoon nun noch einmal beweisen und bei seinen fünften Winterspielen in Sotschi das holen, was er zuvor auf olympischem Eis stets verpasst hatte: eine Goldmedaille. "Es gibt eine Sache, die ich noch nie gewonnen habe, mir fehlt das Gefühl eines Olympiasieges. Dies ist meine letzte Chance, um dieses Gefühl zu finden", sagte der 36-Jährige zur Begründung für sein ungewöhnliches Comeback.

Skepsis scheint angebracht, denn drei Jahre Wettkampf-Abstinenz lassen sich kaum mit acht Monaten Training wettmachen. "Alles ist möglich. Ich akzeptiere auch das Risiko, dass es schief gehen kann", räumte Wotherspoon ein. Die ganz große Zeit des 19-maligen Weltrekordlers liegt nun schon fast zehn Jahre zurück. Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre hatte Wotherspoon jedoch dominiert wie kein anderer. 67 Streckensiege im Weltcup wurden bislang nur von Gunda Niemann-Stirnemann (98) und Bonnie Blair (USA/69) übertroffen. Zwölf Weltcup-Gesamterfolge spülten Hunderttausende Dollars in die Taschen des begnadeten kanadischen Sprintstars, der in seiner Heimat beliebt ist wie sonst nur prominente Eishockeyspieler.

Acht WM-Titel im Sprint suchen ihresgleichen. Und es hätten noch deutlich mehr sein können. Denn ausgerechnet zu den Saison-Höhepunkten patzte er - und das gleich mehrmals. So auch bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City, als der Top-Favorit mit zu viel Kraft die Kurve anging und stürzte. Gerade bei Olympia fehlten dem schlanken, sensiblen Mann aus dem winzigen Örtchen Humboldt in der Provinz Saskatchewan stets starke Nerven. Somit blieb Silber über 500 Meter in Nagano 1998 seine einzige Medaille.

Einer, der fest an Wotherspoons Wiederauferstehung glaubt, ist sein neuer Trainer und früherer Rivale Jan Bos. Der Niederländer fiel bislang eher durch eigene sportliche Leistungen wie den WM-Titel für Oranje 1998 auf als mit Erfolgen als Trainer. "Ich wusste, dieses Comeback ist wirklich etwas Besonderes. Ich finde es mutig, dass Jeremy seinem Traum nachjagt", meinte Bos.

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