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Eiskunstlauf  

Steuer lüftet Geheimnis: Mit Nussknacker auf Olymp

01.09.2013, 13:15 Uhr | dpa

Steuer lüftet Geheimnis: Mit Nussknacker auf Olymp. Robin Szolkowy und Aliona Savchenko in Aktion.

Robin Szolkowy und Aliona Savchenko in Aktion. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Ein halbes Jahr vor den Olympischen Winterspielen haben die viermaligen Paarlaufweltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy das Geheimnis ihrer Kür gelüftet.

Zum Abschluss ihrer zehnjährigen Karriere laufen sie erstmals zu klassischer Musik. Bei einem verbandsinternen Sichtungslaufen in Berlin zeigten die Chemnitzer ihre Programme, Zuschauer waren noch nicht erlaubt. Mit Blick auf die Spiele in Russland wählten sie Stücke aus dem Ballett "Der Nussknacker" von Peter Tschaikowsky. "Wir wollten in unserem letzten Wettbewerbsjahr eine deutsche Geschichte interpretieren, aber am liebsten zu russischer Ballettmusik. Diese Musik passt ideal", sagte Trainer Ingo Steuer der Nachrichtenagentur dpa.

"Nussknacker und Mausekönig ist ein deutsches Märchen von E.T.A. Hoffmann, also deutsche Romantik. Ich spiele in der Kür die Prinzessin und Robin ist natürlich der Prinz. Ich wollte schon immer einmal eine Ballerina spielen", ergänzte Savchenko. Sportlich soll die Kür anspruchsvoll werden, mit einem dreifachen Wurfaxel und neuen riskanten Hebungen.

Bei den Spielen 2010 in Vancouver reichte es nur zu Bronze, diesmal soll es Gold werden. Mit jeder anderen Platzierung wäre das sächsische Trio nicht zufrieden. Erstmals ließ Steuer sich bei einem Trainingscamp in Toronto von dem renommierten kanadischen Stylisten David Wilson beraten. Der Geiger André Rieu komponierte für sie zudem das Stück "Wenn der Winter kommt" für das Kurzprogramm um.

In die Saison werden Savchenko/Szolkowy Anfang November beim Cup of China einsteigen, dann sind der Grand Prix in Russland und das Grand-Prix-Finale in Japan geplant. Nur bei den deutschen Meisterschaften Mitte Dezember werden sie ihre Ideen in Deutschland präsentieren. "Im Erika-Hess-Eisstadion hat unsere Karriere vor zehn Jahren begonnen. Deshalb wollen wir in Berlin auch starten, sozusagen als Abschluss unserer Karriere in Deutschland", sagte die gebürtige Ukrainerin Savchenko, die seit 2006 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Die schon lange in Oberstdorf lebende Eistänzerin Nelli Zhiganshina, die bei der WM mit Alexander Gazsi Zehnte wurde, kämpft dagegen vor Olympia noch mit der Bürokratie. Seit vier Monaten wartet sie auf eine Bescheinigung aus Russland, die ihre Entlassung aus der bisherigen Staatsbürgerschaft dokumentiert. Dieses Papier ist die Voraussetzung, um beim Einwohnermeldeamt im Allgäu den deutschen Pass zu erhalten.

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