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Wackliger Burgfrieden mit Beckert: Pechstein steuert Dreierpack an

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Eisschnelllauf  

Wackliger Burgfrieden mit Beckert: Pechstein steuert Dreierpack an

24.10.2013, 14:23 Uhr | dpa

Wackliger Burgfrieden mit Beckert: Pechstein steuert Dreierpack an. Der Streit zwischen Stephanie Beckert und Claudia Pechstein liegt während der Wettkämpfe auf Eis.

Der Streit zwischen Stephanie Beckert und Claudia Pechstein liegt während der Wettkämpfe auf Eis. Foto: Martin Schutt. (Quelle: dpa)

Inzell (dpa) - Die Rivalinnen würdigen sich keines Blickes, einen Austausch zwischen Claudia Pechstein und Stephanie Beckert gibt es vor dem Auftakt der Olympia-Saison nicht. Bei den deutschen Meisterschaften in Inzell kommt es nun zu zwei Duellen der besten deutschen Eisschnellläuferinnen.

Nach den heftigen Attacken beider Athletinnen in der Vorsaison, die im Startverzicht der Olympiasiegerin aus Erfurt im WM-Teamrennen kulminierten, haben die Konkurrentinnen auf Druck der Teamleitung einen "Nichtangriffspakt" geschlossen. Wie lange der wacklige Burgfrieden hält, ist aber offen.

"Das nötige Gespräch hat stattgefunden. Es ist Ruhe. Jeder hat seine eigenen Trainingspartner, mit denen er trainiert", erklärte ihr Heimtrainer Stephan Gneupel der "Thüringer Allgemeinen" (Donnerstag). Hingegen ließ die Erfurter Team-Olympiasiegerin über ihr Management mitteilen, es habe "keine Aussprache" gegeben.

Claudia Pechstein kann das nicht verstehen. "Die Bundestrainer haben das gesamte Team in Livigno zu einer Besprechung gebeten. Dort hatte jeder die Möglichkeit, sich sowohl über Vergangenes als auch über seine Zukunftsvorstellungen zu äußern. Aber Stephanie Beckert hat während des ganzen Gesprächs nichts gesagt", sagte Pechstein der Nachrichtenagentur dpa. Die Situation zwischen beiden war eskaliert, nachdem sie der Konkurrentin im Vorjahr beim Weltcup in Heerenveen öffentlich "Arbeitsverweigerung" vorgeworfen hatte.

Zumindest signalisierte Beckert nun aber neue Kompromiss-Bereitschaft in Richtung Olympia: "Wenn die Trainer uns beide nominieren, würde ich auch wieder im Team laufen." Vor der WM noch hatte die Thüringerin noch erklärt, sie werde nicht im Team dabei sein, wenn sich Pechstein nicht bei ihr entschuldige. Bereits zwei gemeinsame Team-Trainings haben beide bestritten.

Nach ihrem erneuten Schlagabtausch mit dem Weltverband ISU und den Attacken gegen den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Sachen der Athletenvereinbarungen will sich Pechstein nun bei den Meisterschaften in Inzell für die Olympia-Saison in Schwung bringen. Bei vier Starts zwischen 1000 und 5000 Meter fasst die 41 Jahre alte Berlinerin drei Titel ins Auge und will auch Beckert beeindrucken, die ihr über 1500 und 3000 Meter die Stirn bietet. Das erste Testrennen Pechsteins verlief hoffnungsvoll, so dass Cheftrainer Markus Eicher lobte: "Claudia ist gut vorbereitet, es läuft bei ihr rund." Hingegen treibt Eicher die Form seiner zweiten Medaillen-Hoffnung für Sotschi die Sorgenfalten auf die Stirn. "Stephanie kommt einfach nicht in die Gänge. Obwohl sie gut trainieren konnte, kaum über Rückenprobleme klagte, hat sie akute technische Probleme. Wir wissen noch nicht genau, woran es liegt", sagte Eicher.

Pechstein, die wegen ihrer Zweijahressperre die Spiele vor vier Jahren in Vancouver nur am Fernseher erlebte und auch mit Anträgen an die Ad-hoc-Kommission des IOC ihren Olympia-Start nicht erzwingen konnte, will nun in Sotschi im hohen Sportler-Alter noch einmal ihre Klasse demonstrieren. "Ich möchte mich zum sechsten Mal für Olympia qualifizieren und mir den Traum von der zehnten Olympia-Medaille erfüllen", verkündete die Hauptstädterin ihr Saison-Ziele.

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