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Anni Friesinger-Postma attackiert den Verbandschef

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Wegen Haltung zu Pechstein  

Friesinger-Postma attackiert den Verbandschef

15.01.2014, 14:14 Uhr | dpa

Anni Friesinger-Postma attackiert den Verbandschef. Annie Friesinger-Postma übt Kritik. (Quelle: dpa)

Annie Friesinger-Postma übt Kritik. (Quelle: dpa)

Anni Friesinger-Postma hat mit scharfen Worten die Haltung des deutschen Verbandschefs Gerd Heinze im Fall von Claudia Pechstein gerügt. In der "Sport Bild" machte die dreimalige Olympiasiegerin den Präsidenten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) für den Niedergang der einstigen Erfolgssportart verantwortlich und forderte indirekt seine Ablösung.

"Ein Personalwechsel im Präsidium wäre dringend anzuraten, nachdem sich die DESG medial und finanziell selbst ins Abseits gearbeitet hat", sagte Friesinger-Postma.

"Standpunkt in der Causa Pechstein ist für viele fraglich"

Heftig kritisiert sie Heinzes Parteinahme für Pechstein in deren Affäre um erhöhte Blutwerte. "Der Standpunkt in der Causa Pechstein ist für viele fraglich", sagte sie. Der Präsident hatte eine Petition an den Weltverband ISU unterschrieben, in der die Rehabilitierung Pechsteins gefordert wird und stellte sich immer demonstrativ hinter die Läuferin.

"Der Präsident hat meines Erachtens leider keine neutrale Haltung und äußert sich in der Öffentlichkeit oftmals eher beschämend. Leider schaut unser Sportdirektor (Günter Schumacher; d. Red.) unbeteiligt zu, und der Teamleader (Helge Jasch; d. Red.) denkt auch nur an einen Schützling", sagte Friesinger weiter. Pechstein war ohne positive Dopingprobe für zwei Jahre gesperrt worden und bestreitet, gedopt zu haben.

"Sie braucht die Öffentlichkeit und polarisiert gern"

Heinze wies die Vorwürfe zurück. "Ich bin sicher, dass ich richtig gehandelt habe", sagte der DESG-Präsident. "Wir sind ja damals nicht himmelhochjauchzend mit Anni auseinandergegangen. Ich weiß nicht, was sie mit diesen Anschuldigungen jetzt bewirken will." Stattdessen ging er zum Gegenangriff über. "Sie braucht die Öffentlichkeit und polarisiert gern. Damit muss ich leben", warf Heinze ihr vor.

Firesinger-Postma bemängelte weiterhin den Umgang des Verbandes mit Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert. "Die kategorische Nicht-Aufstellung und das 'Im-Stich-Lassen' von Beckert war ein Fehler, der schon vor der olympischen Saison hätte gelöst werden müssen", sagte die 37-Jährige. Heinze weist auch dies zurück: "Wir sind kein Schmuse-Verein, es geht um sportliche Leistungen. Stephanie war nicht stabil genug, um im Team zu laufen."

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