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Machata will vor Gericht gegen Sperre vorgehen

05.03.2014, 13:59 Uhr | dpa

Machata will vor Gericht gegen Sperre vorgehen. Manuel Machata wird bestraft, weil er Kufen an den Russen Alexander Subkow verliehen hat.

Manuel Machata wird bestraft, weil er Kufen an den Russen Alexander Subkow verliehen hat. Foto: Tobias Hase. (Quelle: dpa)

Potsdam (dpa) - Die umstrittene Kufen-Weitergabe des früheren Bob-Weltmeisters Manuel Machata droht ein Fall für die Juristen zu werden. Der 29-Jährige will sich vor Gericht gegen eine einjährige Wettkampfsperre zur Wehr setzen.

"Für mich ist das natürlich bitter, eine Wettkampfsperre wäre brutal. Ich werde gerichtlich dagegen vorgehen jetzt", sagte Machata dem Radiosender Antenne Brandenburg. Es sei für ihn eine "Riesenenttäuschung", dass der Verband nicht mehr hinter ihm stehe und er nun als eine Art Vaterlandsverräter dastehe.

Der für den SC Potsdam startende Bobpilot hatte bei den Winterspielen in Sotschi seine Kufen an Doppel-Olympiasieger Alexander Subkow geliehen, der Russe hatte damit im Zweier und Vierer Gold geholt. Der Bob- und Schlitten-Verband für Deutschland (BSD) belegte Machata wegen des Vorfalls mit einer einjährigen Sperre und einer Strafe in Höhe von 5000 Euro. Der gebürtige Bayer selbst hatte sich nicht für Sotschi qualifiziert. "Ich habe in den letzten Jahren immer alles gegeben für Deutschland", sagte Machata. "Wenn man sich privat eine Kufe organisiert hat, die weitergeben muss, weil das der Deal ist, und daraufhin beschimpft wird, ist das schon hart."

Eigentümer der Kufen ist der Schweizer Hersteller Pius Meyerhans, dessen Material in den vergangenen Jahren mehrmals unter den Piloten weitergegeben worden sein soll. Das Weitergabe-Verfahren ist nach Angaben des BSD derzeit nicht geregelt. "Das war eine Kufe, die nicht aus Deutschland, sondern aus dem Ausland kam. Ich habe probiert, ob die was bringt. Das war eine Leihgabe", sagte Machata und machte klar, welch weitreichende Folgen die Sperre für ihn habe. "Mit Kaderverlust, Sporthilfe, Bundeswehr wäre meine komplette Existenz weg. Das Team fällt dann auch auseinander. Das ist dann eine ganz harte Nummer, die das Karriereende bedeuten kann." Ob es einen Zusammenhang der Entscheidung gegen ihn mit dem schwachen Abschneiden der deutschen Bobsportler in Sotschi gebe, könne er nicht sagen.

Der Verband hatte dies dementiert. BSD-Sportdirektor Thomas Schwab meinte zudem, man werde Machata nicht in ein Loch fallen lassen. Ihm würden nach seiner Sperre noch drei Jahre verbleiben, in denen er sich mit Leistungen für die nächsten Winterspiele anbieten könne.

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