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Paralympics 2014: Deutsches Team will in Sotschi in die Top Ten

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Paralympics  

Deutsches Team will bei Paralympics in die Top Ten

06.03.2014, 08:54 Uhr | dpa

Paralympics 2014: Deutsches Team will in Sotschi in die Top Ten. Volunteers posieren vor "Agitos", dem Logo der Paralympics.

Volunteers posieren vor "Agitos", dem Logo der Paralympics. Foto: Ennio Leanza. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Hohe Temperaturen, matschiger Schnee und Boykott-Forderungen und Absagen aus Europas Königshäusern: Durch den Krim-Konflikt hat sich Gastgeber Russland für seine wenig winterlichen Paralympics unter Palmen zusätzliche Belastung und weltweit heftige Kritik eingehandelt.

Rund 450 Kilometer Luftlinie von der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel werden ungeachtet der politischen Krise in Sotschi die rekordträchtigen Weltspiele der Behindertensportler eröffnet. Von fröhlicher Leichtigkeit ist vor den neun Wettkampftagen alllerdings wenig zu spüren.

Auch das Team aus der Ukraine ist bereits angereist und will weiter starten. Das 13-köpfige deutsche Team versucht ebenfalls, die zahlreichen Störfaktoren so gut es geht auszublenden. Immerhin streben die Leistungsplaner erneut einen Spitzenrang im globalen Ranking an. "Ein einstelliger Platz im Medaillenspiegel ist die Orientierung", sagte Karl Quade, Chef de Mission der deutschen Mannschaft. Vor vier Jahren in Vancouver hatte das Team des Deutschen Behindertensport-Verbandes (DBS) mit 13 Mal Gold, fünfmal Silber und sechsmal Bronze die Nationenwertung vor Russland (12/16)10) gewonnen.

Eine Vorgabe wie zuletzt bei den Olympischen Spielen, wo das Ziel von 30 Medaillen mit 19 Podestplätzen deutlich verfehlt wurde, wollen die Funktionäre nicht machen. "Wir fahren da nicht zum Skiurlaub hin. Aber Medaillen zähle ich immer nach einem Wettbewerb und nicht in Spekulationsform vorher", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Insgeheim hofft er aber auf elf Medaillen. "Wir sind ja eine große Sportfamilie. Vielleicht kann man helfen, dass wir die restlichen Medaillen holen, um die bei Olympia angepeilten 30 für den deutschen Sport nach Deutschland zu holen", meinte er augenzwinkend.

Andrea Eskau im nordischen Skisport sowie die alpinen Anna Schaffelhuber und Andrea Rothfuß sind die Frontfrauen des deutschen Teams. Das Trio trägt vier Jahre nach der Gold-Flut durch die zurückgetretenen Verena Bentele, Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler die Hoffnungen auf eine reiche Ausbeute. "Ich möchte mindestens einmal Gold gewinnen. Das fehlt mir nach dreimal Silber und zweimal Bronze noch", verkündete die 24-jährige Rothfuß. Die 21 Jahre alte Anna Schaffelhuber geht ihre zweiten Paralympics ähnlich forsch an: "Ziel muss eine Goldmedaille sein. Als Sportler ist man nicht dabei, um Silber zu gewinnen."

Während die Sportler in erster Linie auf die insgesamt 72 Entscheidungen inklusive der Premiere von Para Snowboard Cross fokussiert sind, hat die besorgniserregende Krim-Krise den 11. Winter-Paralympics bereits vorab die Unbeschwertheit genommen. Vor Teil zwei der PR-Spiele von Russlands Präsidenten Wladimir Putin hagelte es Absagen aus der internationalen Politik und aus Königshäusern, die dem Behindertensport große Aufmerksamkeit widmen. Schwedens Kronprinzessin Victoria, die norwegische Prinzessin Martha Louise, der britische Prinz Edward und Vertreter der niederländischen Königsfamilie werden fehlen.

Auch im deutschen Lager hat sich Unbehagen breit gemacht. Trotzdem erteilte Beucher den Forderungen nach einem Boykott des deutschen Teams eine Absage. "Die Entwicklung ist bedrückend, wir sind mit großer Sorge hierhin gefahren. Aber Boykott macht nur Sinn, wenn es sehr viele machen. Mit einem Boykott würden wir unseren Sportlern, die vier Jahre auf Sotschi hingearbeitet haben, auch eine große Chance nehmen", sagte der ehemalige Bundestagsabgeordnete.

Die Grünen haben die Regierung aufgefordert, wegen der Krim-Krise auf eine Reise nach Sotschi zu verzichten. "Mitglieder der Bundesregierung sollten den Paralympics in Sotschi fern bleiben und Putin keine Gelegenheit zur Inszenierung geben", sagte Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth der "Frankfurter Rundschau". "Man hätte ernsthaft über eine Verlegung oder Verschiebung der Paralympics nachdenken müssen." Es sei unverantwortlich, dass Funktionäre die Athleten dazubringen würden, als Kulisse für Wladimir Putins Machtdemonstration zu dienen. Bisher ist geplant, dass Innen-Staatssekretär Ole Schröder und die Behindertenbeauftragte Verena Bentele als Vertreter der Bundesregierung nach Sotschi reisen. Die Regierungen der USA und Großbritanniens haben schon angekündigt, dass keine offiziellen Vertreter die Paralympics besuchen.

In Sotschi und Krasnaja Poljana herrschte vor der Eröffnung rege Betriebsamkeit. Im Biathlon- und Langlaufkomplex "Laura" wurde noch gehämmert und gebohrt. Fachleute und zahlreiche Helfer präparierten mit altem Schnee aus Depots die teils matschigen Pisten und Loipen. Und Besserung ist nicht in Sicht: Die Wetterexperten prognostizieren bis zu 15 Grad Celsius. Neuer Schnee: Fehlanzeige.

Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), erwartet dennoch ein einmaliges Sport-Spektakel. "Die Rolle des IPC besteht in Sotschi darin, zusammen mit dem Sotschi 2014 Organisationskomitee die bisher besten Paralympics-Winterspiele für die Sportler zu organisieren, die Jahre ihres Lebens damit verbracht haben, hierherzukommen", sagte der frühere Rollstuhl-Basketballer. Zumindest über eine Rekord-Beteiligung darf er sich freuen. 46 Nationen und damit zwei mehr als in Vancouver werden teilnehmen, darunter die vier Neulinge Brasilien, Kirgistan, Türkei und Usbekistan. 575 Athleten (2010: 504) kämpfen in 72 Entscheidungen (2010: 64) um Medaillen.

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