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Paralympics  

Erster Paralympics-Sieg: Eskau "total zufrieden"

08.03.2014, 13:18 Uhr | dpa

Erster Paralympics-Sieg: Eskau "total zufrieden". Andrea Eskau war nach ihrem Gold-Lauf sehr zufrieden.

Andrea Eskau war nach ihrem Gold-Lauf sehr zufrieden. Foto: Valdrin Xhemaj. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Für diesen Augenblick hat sie hart gearbeitet: Andrea Eskau nahm mit einem strahlenden Lachen die Blumen für ihren ersten Paralympics-Sieg im Winter entgegen.

Im Biathlon mit dem Ski-Schlitten über 6 Kilometer blieb die 42-Jährige ohne Schießfehler und fuhr in 19:12,4 Minuten die schnellste Zeit. Bei schönstem Frühlingswetter mit Sonnenschein setzte sich die querschnittsgelähmte Athletin vom USC Magdeburg vor Swetlana Konowalowa aus Russland und Jelena Jurkowska aus der Ukraine durch.

"Ich bin einfach total zufrieden, dass es so geklappt hat. Das ist ein Riesen-Erfolg im Biathlon. Einen besseren Auftakt hätten wir uns nicht wünschen können", sagte Andrea Eskau, die in Sotschi noch sechsmal starten wird. "Jetzt gibt es noch ein zweites Ziel: Das ist eine Goldmedaille im Langlauf. Die im Biathlon hätte ich mir nicht getraut zu formulieren, weil andere die Favoriten waren", erklärte sie, "jetzt habe ich die gewonnen und kann sagen, im Langlauf hätte ich gern auch noch einmal eine Goldene. Dann wäre ich wirklich glücklich." Mit dem Handbike hat Andrea Eskau im Sommer bereits dreimal Gold gewonnen.

Die anderen deutschen Starter gingen bei den Auftakt-Wettbewerben im Langlauf-Komplex "Laura" leer aus. Im Biathlon-Rennen über 6 Kilometer belegte Anja Wicker den sechsten Platz. Dabei ärgerte die Stuttgarterin, dass sie ausgerechnet den letzten von zehn Schüssen nicht ins Ziel brachte. "Bis zum letzten Schuss war alles wunderbar. Dann hat mich mein Glück verlassen", meinte die 23 Jahre alte WM-Zweite. Die blinde Vivian Hösch aus Freiburg wurde trotz fehlerfreien Schießens Fünfte.

Auch Willi Brem verpasste nach einem Sturz gleich nach dem Start und durch einen Schießfehler eine bessere Platzierung als Rang sieben. Im Wettbewerb der Blinden und Sehbehinderten über 7,5 Kilometer legte der dreimalige Paralympics-Sieger zwar eine fulminante Schlussrunde hin, verbesserte sich aber nur vom elften auf den siebten Rang. "Ich wusste, dass ich einfach eine Null schießen muss, wenn ich eine Chance haben will", sagte der 36-jährige Bayer.

Großer Abräumer in den ersten sechs nordischen Wettbewerben war Gastgeber Russland, der durch Roman Petuschkow, Alena Kaufman, Michalina Lysowa und Wladislaw Lekomzew viermal Gold holte. Den sechsten Wettbewerb gewann Witali Lukjanenko aus der Ukraine.

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