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Paralympics 2014  

Durchwachsener deutscher Paralympics-Auftakt

09.03.2014, 17:33 Uhr | dpa

Durchwachsener deutscher Paralympics-Auftakt. Andrea Eskau in Aktion.

Andrea Eskau in Aktion. Foto: Jan Woitas. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Dem starken Auftakt des deutschen Teams folgten Sorgen um Andrea Eskau: Nach ihrem Biathlon-Gold bei den Paralympics in Sotschi zwang ein Asthmaanfall die 42-Jährige im Langlauf zur Aufgabe.

24 Stunden zuvor hatte die querschnittsgelähmte Ausdauer-Spezialistin ebenso über ihr erstes Winter-Gold gejubelt wie Covergirl Anna Schaffelhuber in der Abfahrt. Mannschaftsarzt Dr. Lars Meiworm wollte keine Prognose abgeben, ob Eskau wie geplant noch fünf Starts absolvieren kann. "Wir gucken von Tag zu Tag", sagte der Mediziner.

Die alpinen Wettbewerbe wurden überschattet durch spektakuläre Stürze, von denen auch der deutsche Weltmeister Franz Hanfstingl betroffen war. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) will sich für Reformen stark machen. "Das ist nicht unser Tag heute", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher angesichts der Sorgen um Andrea Eskau, der alpinen Sturzserien seiner Sportler und des medaillenlosen Sonntags. "Wir hatten einen furiosen Start. In diesen zweiten Wettkampftag konnten wir nicht mit Perspektiven auf vordere Platzierungen gehen", erklärte der Verbandschef.

Als der frühere Politiker auf die voll besetzte Tribüne im Biathlon- und Langlauf-Komplex "Laura" kam, war Andrea Eskau im 12-Kilometer-Rennen mit dem Ski-Schlitten gerade ausgestiegen. Schwere Atemprobleme zwangen die 42-Jährige eine Runde vor Schluss zur Aufgabe. "Sie hat sich noch bis dahin gerettet, wo der Arzt war", berichtete Langlauf-Bundestrainer Ralf Rombach. Schon nach der ersten Runde habe sie gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist. "Sie hat angedeutet, dass sie Schwierigkeiten hat", sagte er.

Nach anfänglicher Entwarnung durch die gebürtige Thüringerin diagnostizierte die medizinische Abteilung später doch einen Asthmaanfall. Der Anfall sei nicht überraschend gekommen. Den ersten habe sie bei den Paralympics 2008 in Peking erlitten. "Seither ist das Problem der empfindlichen Atemwege bekannt", erklärte Mannschaftsarzt Meiworm.

Offenbar hat der Ausdauer-Spezialistin die hohe Temperatur von offiziell 12,7 Grad Celsius in der Höhe von mehr als 1400 Metern zu schaffen gemacht. Andrea Eskau, die bereits dreimal Paralympics-Gold im Sommer mit dem Handbike gewonnen hatte, fuhr anfangs in den Medaillenrängen. Nach und nach aber fiel sie immer weiter zurück. "Sie hat einfach keine Luft mehr bekommen", erzählte Rombach.

Unterdessen bereitete sich Anna Schaffelhuber am Tag nach ihrer Triumph-Abfahrt auf der risikoreichen Piste über Rosa Chutor auf ihren Start im Super-G an diesem Montag vor. "Für mich ist der ganze Druck jetzt aber vor meinen weiteren Rennen schon weg", sagte die 21-jährige Monoski-Fahrerin. Ihren Erfolg hatte sie am Vorabend mit ihren den Eltern und Teamkollegen ein wenig gefeiert. Im Super-G ist und den anderen technischen Disziplinen sie wieder eine Medaillenanwärterin.

Derweil strebt der deutsche Verband wegen der Stürze Reformen im Alpin-Bereich an. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) müsse sich "grundsätzlich überlegen, ob man Monoskiwettbewerbe in allen Disziplinen auf allen Pisten" durchführen könne, sagte Beucher. Bei den ersten Monoski-Rennen der Spiele erreichte nur knapp die Hälfte aller angetretenen Athleten regulär das Ziel.

Zwei Tage nach der Eröffnung war der zuvor vorherrschende politische Konflikt zwischen Gastgeber Russland und der Ukraine in den Hintergrund getreten und dem sportlichen Wettstreit gewichen. Russland dominiert den Medaillenspiegel mit fünfmal Gold, siebenmal Silber und fünfmal Bronze. Auf Platz zwei folgt die Ukraine (2/1/3). Deutschland ist nach zwei Wettkampftagen und zweimal Gold Sechster.

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