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Bobfahrer Manuel Machata nach Kufenstreit rehabilitiert

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Nach Ärger um Olympia-Kufen  

Verband hebt Bestrafung von Manuela Machata auf

08.04.2014, 07:25 Uhr | dpa

Bobfahrer Manuel Machata nach Kufenstreit rehabilitiert. Manuel Machata darf wieder bei Wettkämpfen starten. (Quelle: imago/Sven Simon)

Manuel Machata darf wieder bei Wettkämpfen starten. (Quelle: imago/Sven Simon)

Bobpilot Manuel Machata hat nach dem Olympia-Eklat um seine verliehenen Kufen auf ganzer Linie gegen den Bob- und Schlittensportverband für Deutschland (BSD) gesiegt. Die Wettkampfsperre und die 5000-Euro-Geldstrafe gegen Machata wird aufgehoben, teilte der BSD mit.

"Darüber hinaus haben sich die Parteien darauf geeinigt, dass die sportliche Zusammenarbeit fortgeführt wird und sich der ehemalige Weltmeister in die Nachwuchsarbeit des Verbandes einbringt", hieß es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Machata: "Habe mit keiner anderen Entscheidung gerechnet"

Damit endete eine fünfwöchige Auseinandersetzung um die Frage, ob der Athlet seine Kufen dem zweifachen Sotschi-Olympiasieger Alexander Subkow aus Russland borgen durfte.

"Ich habe mit keiner anderen Entscheidung gerechnet. Für mich ist wichtig, dass ich mich jetzt wieder auf meinen Sport konzentrieren kann, und ich Planungssicherheit für mein Team habe", sagte Machata. Sportlich will der 29-Jährige im kommenden Winter erneut angreifen. "Mein Ziel ist der WM-Titel nächstes Jahr in Winterberg", kündigte Machata an. Die Titelkämpfe finden vom 23. Februar bis zum 8. März 2015 statt.

Historische Pleite der deutschen Bobfahrer

Der Streit zwischen dem Verband und Machata hatte sich einen Tag nach dem Ende der Olympischen Winterspiele entzündet, bei denen die deutschen Bobfahrer erstmals ohne Medaillen geblieben waren. Der nicht für Olympia qualifizierte Machata hatte Kufen an Subkow weitergegeben. Der BSD warf dem Athleten "ein treuwidriges Verhalten gegen die eigene Organisation vor" und sprach die Wettkampfsperre und die Geldstrafe aus.

Machatas Rechtsanwalt Thomas Fleischer hatte gegen das Urteil Einspruch eingelegt. "Diese Sperre greift ins Grundrecht des Herrn Machata ein. Dafür braucht man eine Rechtsgrundlage. Wir können aber keine Rechtsgrundlagen erkennen. Ohne Rechtsgrundlage kann man auch nicht in die Grundrechte eines Sportlers eingreifen", hatte der Jurist erklärt.

BSD-Präsident: "Fall erledigt"

Schließlich handelte es sich bei Machatas Kufen weder um Eigentum des Verbandes noch um Material der mit dem BSD zusammenarbeitenden Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte in Berlin (FES). Die Kufen waren Privateigentum.

BSD-Präsident Andreas Trautvetter wollte die Angelegenheit nach der Einigung so schnell wie möglich abhaken. "Ich werde die Entscheidung des Rechtsausschusses akzeptieren, aber nicht weiter kommentieren. Damit ist der Fall Machata erledigt", sagte er.

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