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Viererbob-Weltmeister Arndt gewinnt in Lake Placid

13.12.2014, 22:05 Uhr | dpa

Bob: Viererbob-Weltmeister Arndt gewinnt in Lake Placid. Nach seinem Sieg in Lake Placid reckt Maximilian Arndt beide Daumen in die Höhe.

Nach seinem Sieg in Lake Placid reckt Maximilian Arndt beide Daumen in die Höhe. Foto: Cj Gunther. (Quelle: dpa)

Lake Placid (dpa) - Zehn Monate nach der Olympia-Pleite der deutschen Bobfahrer in Sotschi haben sich die Weltmeister Francesco Friedrich und Maximilian Arndt eindrucksvoll zurückgemeldet.

Der Oberhofer gewann den Weltcup-Auftakt im Viererbob, nachdem 24 Stunden zuvor der jüngste Champion der WM-Geschichte mit dem kleinen Schlitten gewann. Nach den verletzungsbedingten Rückschlägen im Team fuhr Arndt mit den unerfahrenen Kevin Korona und Ben Heber sowie mit der Leihgabe Joshua Bluhm von Pilot Manuel Machata.

Trotz der nur mittelmäßigen Startzeiten und eines Trainingssturzes zeigte Arndt sein ganzes fahrerisches Können auf der schwierigen Bahn am Mount van Hoevenberg und verwies nach zwei Läufen den Russen Alexander Kasjanow mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde der Lette Oskars Melbardis.

Zweierbob-Auftaktsieger Friedrich aus Oberbärenburg hatte Pech und stürzte im zweiten Lauf, nachdem er nach Durchgang eins Siebter war. Weltcup-Debütant Nico Walther aus Riesa kippte auf der gefährlichen Hochgeschwindigkeitsbahn schon im ersten Durchgang in Kurve zwei und trat dann nicht mehr an. Beim Sturz verletzte er sich an der linken Hand. "Ich konnte nicht richtig zugreifen, und deshalb war kein Start im zweiten Lauf möglich", meinte Walther.

Die deutschen Bobpilotinnen haben die Podestplätze knapp verpasst. Die Erfurterin Anja Schneiderheinze wurde Vierte und hatte mit Anschieberin Lisette Thöne nach zwei Läufen 1,62 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Amerikanerin Elana Meyers Taylor. Jazmine Fenlator und Jamie Poser Greubel komplettierten den amerikanischen Dreifach-Erfolg. Die Oberhoferin Stefanie Szczurek kam mit Erline Nolte auf Rang sieben.

"Der vierte Platz ist eigentlich ganz gut für mich, denn auf dieser Bahn bin ich nie über den achten Platz hinausgekommen. Aber ich war diese Woche im Training hier richtig stark, habe aber leider den ersten Lauf richtig daneben gehauen. Daher wäre heute das erste Podium hier dringewesen", sagte Schneiderheinze.

Dennoch überzeugte das deutsche Frauen-Duo mit den zweit- und drittschnellsten Startzeiten, allerdings konnten sie ihren Vorsprung nicht bis ins Ziel bringen. Schneiderheinze verbuchte zudem einen Prestige-Erfolg, indem sie die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada auf Rang fünf verwies. Selbst bei den Startzeiten war Schneiderheinze, die 2006 in Turin mit Pilotin Sandra Kiriasis Olympiasiegerin wurde, einen Tick besser als die Kanadierin. Startbestzeit erreichte allerdings die Amerikanerin Meyers Taylor, die mittlerweile bei den US-Meisterschaften auch im Viererbob als Pilotin bei den Männern unterwegs ist.

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