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Rodeln - Siegesserien gerissen: Rodler stark, aber doch schlagbar

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Rodeln  

Siegesserien gerissen: Rodler stark, aber doch schlagbar

14.12.2014, 12:59 Uhr | dpa

Rodeln - Siegesserien gerissen: Rodler stark, aber doch schlagbar. Natalie Geisenberger belegte beim Sprint in Calgary nur den dritten Platz.

Natalie Geisenberger belegte beim Sprint in Calgary nur den dritten Platz. Foto: Mike Sturk. (Quelle: dpa)

Calgary (dpa) - Nach dem Einzelsieg gab es für Natalie Geisenberger im Zielraum noch einen kleinen La-Ola-Jubel von ihren Teamkollegen - einen Tag später musste die Ausnahmerodlerin selbst einer Rivalin zum Erfolg gratulieren.

Die Olympiasiegerin hat ebenso wie das Doppel Toni Eggert und Sascha Benecken beim Weltcup in Calgary ihre Topform unter Beweis gestellt, den Nimbus der Unschlagbarkeit aber verloren. Beim Sprintwettkampf schaffte es die Bayerin erstmals in der Saison nicht auf das oberste Treppchen. Sie geht dennoch mit komfortablem Vorsprung in die Weihnachtspause - anders als Trainingskumpel Felix Loch, der einen durchwachsenen Nordamerika-Trip hinter sich hat.

"Die erste Saisonhälfte ist vorbei und ich bin mehr als zufrieden!", schrieb Geisenberger bei Facebook und ließ die bisherigen drei Weltcupstationen Innsbruck, Lake Placid und Calgary Revue passieren. "5 Siege und ein dritter Platz können sich denke ich sehen lassen...", zählte sie inklusive eines Staffel-Erfolgs jüngst auf.

Fuhr die Miesbacherin an den ersten zwei Wochenenden des Winters noch quasi in einer eigenen Liga, musste sie nun alle Klasse aufbieten. "Ich finde es gut, wenn man wieder so Drucksituationen kriegt", erklärte sie nach ihrem Erfolg vor den Kanadierinnen Alex Gough und Arianne Jones. Im Sprint wurde die souveräne Weltcup-Gesamtführende nur von Gough auf deren Heimbahn und Erin Hamlin aus den USA geschlagen. "Das macht Mut für die weiteren Rennen." Nach der deutschen Meisterschaft am Wochenende in Oberhof und den Feiertagen steht am 3. Januar in Königssee der Start ins neue Weltcup-Jahr an.

Voll zufrieden traten am Sonntag auch Eggert/Benecken die Heimreise an, obwohl sie ebenfalls erstmals einem anderen Duo den Vortritt lassen mussten. Im Sprint jubelten die Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt, die im gewöhnlichen Rennen noch Zweite geworden waren. Bei den Doppelsitzern zeichnet sich im neuen Jahr inklusive der WM in Sigulda/Lettland ein weiter spannendes Duell im deutschen Team ab.

Überraschend schwer tut sich dagegen der erfolgsverwöhnte Felix Loch, nach Lake Placid musste er auch in Calgary einem Lokalmatadoren beim Siegerjubel zuschauen. "Sam war heut einfach nicht zu schlagen auf seiner Bahn", erklärte der Berchtesgadener. Samuel Edney hatte für den ersten kanadischen Weltcupsieg im Rennrodeln überhaupt und im Olympiaort von 1988 zugleich für den großen Gänsehautmoment gesorgt.

Beim Siegerfoto holte Edney einen Jugendlichen auf das Podest, der an einer schweren Hautkrankheit leidet, Betroffene werden Schmetterlingskinder genannt. Der 19-jährige Richard Flamenco aus dem Alberta Children's Hospital hatte im Rahmen einer Charity-Aktion Edneys Helm bemalt. "Darin habe ich mich unaufhaltsam gefühlt", sagte der stolze Sieger unter Tränen. "Das war wohl der schönste Tag meines Lebens."

Loch dagegen freut sich, "wieder nach Hause zurück zu kommen und die nächsten Rennen bei uns zu bestreiten, wo ich mit Sicherheit besser weiß, wie ich zu fahren habe". In Übersee hatte der viermalige Einzelweltmeister bei den zwei Weltcupstationen viele Fehler gemacht.

"Beim Sprint heute ist mir ein Fahrfehler passiert, da konnte man dann einfach nichts mehr holen", erklärte der 25-Jährige. "So etwas gehört auch dazu, sollte aber eigentlich nicht passieren." Schon im normalen Rennen schien er auf verlorenem Posten - ehe der Lauf wegen irregulärer Wetterbedingungen annulliert wurde. "Da hatten die hinteren Startnummern so gut wie keine Chance, vorne reinzufahren."

Vorne in die Spitze reinfahren hatte sich auch Tatjana Hüfner fest vorgenommen, kein Wunder, konnte die Oberhoferin in Calgary doch in ihrer Karriere fünfmal gewinnen. Diesmal aber klappte es nicht für die Olympiasiegerin von 2010, die patzte und mit einem vierten und einem sechsten Platz erstmals auf der Bahn das Podium verfehlte.

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