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Ski nordisch: Langläufer erfüllen Tour-Ziel

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Ski nordisch  

Langläufer erfüllen Tour-Ziel

11.01.2015, 15:53 Uhr | dpa

Ski nordisch: Langläufer erfüllen Tour-Ziel. Tim Tscharnke sorgte für das Highlight im deutschen Team.

Tim Tscharnke sorgte für das Highlight im deutschen Team. Foto: Grzegorz Momot. (Quelle: dpa)

Alpe Cermis (dpa) - Deutschlands Langläufer haben mit ihrem besten Mannschaftsergebnis bei der Tour de Ski alle Kritiker Lügen gestraft.

Mit Platz sieben für Nicole Fessel in der Gesamtwertung und Tim Tscharnkes Sieg auf dem vorletzten Teilstück erfüllten die DSV-Starter nach schwachem Auftakt am Ende doch noch ihre Ziele für das Mehretappenrennen, bei dem Norwegen am Sonntag durch Marit Björgen und Martin Johnsrud Sundby einen eindrucksvollen Doppel-Triumph feierte.

Mit Tscharnkes Erfolg endete am Samstag eine fast zweieinhalbjährige Sieglos-Serie deutscher Langläufer. Damit qualifizierte sich der Thüringer zugleich für die WM in Falun. In der Tour-Gesamtwertung wurde er 21. und damit hinter dem Traunsteiner Jonas Dobler, der Platz 17 belegte, zweitbester Deutscher. Da auch die Damen durch Fessel, Denise Herrmann als Achte und Steffi Böhler auf Rang elf vollauf überzeugten, konnte Bundestrainer Frank Ullrich nach dem ersten Saisonhöhepunkt überaus zufrieden sein.

"Mich hat die Kompaktheit im Damen-Team schwer beeindruckt. Wir wollten wenn möglich eine Sportlerin unter die besten Zehn bringen, jetzt haben wir drei unter den besten Zwölf", schwärmte Ullrich, der die Mannschaft auf einem guten Weg sieht. "Das Klima ist hervorragend im Team. Und jede orientiert sich an der anderen. Das ist die Grundlage für starke Leistungen." Dass sich zum Ende der Tour auch noch bei den Herren Erfolge einstellten, bestätigte seine Voraussage, dass die junge Mannschaft Zeit zur Entwicklung braucht.

Dabei hatte es bis zum Samstag keinesfalls nach einer Wende zum Guten ausgesehen. Die bislang schwachen Saisonergebnisse hatten die für die Sparten Nordisch und Biathlon zuständige DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger zu einer gehörigen Standpauke veranlasst. Sie drohte sogar mit Konsequenzen, die nach der Tour besprochen werden sollten. Nur ein paar Stunden später folgte das Erfolgserlebnis für Tscharnke im Massenstartrennen über 15 Kilometer. In dessen Sog lief auch Thomas Bing mit Platz sechs zur WM.

"Seit dem Sprint im Münstertal merkte ich, dass es besser wird. Der Sieg ist wunderbar", sagte Tscharnke und bedankte sich indirekt bei seinem Heimtrainer Cuno Schreyl. "Wir mussten über Weihnachten und Silvester knüppelhart trainieren. Vor allem mit Rollski auf dem Laufband, wo der Trainer stets die Geschwindigkeit erhöhte. Er meinte, auf Ski wären wir zu langsam. Und da wir nur klassisch trainiert haben, musste es ja irgendwann klappen", sagte der Biberauer, der Anfang Februar erstmals Vaterfreuden entgegensieht.
Am Sonntag musste er dem Kraftakt vom Samstag Tribut zollen und konnte seinen 15. Platz in der Gesamtwertung nicht verteidigen.

Dafür sprang Dobler in die Bresche. Mit Platz 15 in der Tageswertung kletterte er noch auf Rang 17 der Gesamtwertung und erfüllte damit auch die WM-Norm. "Die Qualen haben sich gelohnt. Jetzt bin ich glücklich, oben angekommen zu sein", sagte Dobler und freute sich über das WM-Ticket. "Zweimal 15. - das ist eine Punktlandung. Jetzt sind die Schmerzen vergessen", bemerkte der Traunsteiner.

Mit einer Flasche Sekt stießen die Damen auf ein in dieser Form nicht erwartetes Ergebnis noch im Zielbereich der Alpe Cermis an. "Ich freue mich wahnsinnig über mein bestes Tour-Ergebnis. Es zeigt, dass ich mithalten kann, wenn ich gesund bin", sagte Nicole Fessel, die auf das Auf und Ab hinwies. "Am Samstag ging bei mir gar nichts, dafür heute umso mehr. Ich merke, dass ich ein gutes Grundniveau habe. Das macht Mut für die WM", erklärte die Oberstdorferin.

Denise Herrmann, die ursprünglich nach den Toblach-Etappen aussteigen wollte, freute sich über Platz acht. "128 Weltcup-Punkte sind ein schöner Lohn. Jetzt laufe ich noch Otepää und dann ist bis zur WM Erholung angesagt", meinte die Oberwiesenthalerin, die zudem stolz war, den Berg schneller erklommen zu haben als Bundestrainer Ullrich. Der benötigte im Jedermann-Rennen 39:08 Minuten, seine Athletin schaffte den Aufstieg in 35:15 Minuten.

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