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OLG genehmigt Schadensersatzklage von Claudia Pechstein

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4,4 Millionen Euro Streitwert  

Oberlandesgericht lässt Pechstein-Klage zu

15.01.2015, 17:05 Uhr | sid

OLG genehmigt Schadensersatzklage von Claudia Pechstein. Claudia Pechstein hat vor dem OLG München einen ersten Teilsieg errungen. (Quelle: dpa)

Claudia Pechstein hat vor dem OLG München einen ersten Teilsieg errungen. (Quelle: dpa)

Das Oberlandesgericht (OLG) in München hat die Schadenersatzklage von Eisschnellläuferin Claudia Pechstein zugelassen. "Mit dem so eben verkündeten Urteil hat der Senat entschieden, dass die Schadenersatzklage zulässig ist", erklärte Richter Rainer Zwirlein in Saal E06 des Gerichts.

Pechstein hat den Eisschnelllauf-Weltverband ISU auf Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 4,4 Millionen Euro verklagt. Das Landgericht hatte sich für den Fall zunächst nicht zuständig erklärt, daraufhin war die fünfmalige Olympiasiegerin vor das OLG gezogen. Nach dem Urteil sprach Pechstein vom "größten Sieg meines Lebens" und hatte Freudentränen in den Augen.

Pechstein beruft sich auf Erbkrankheit

Pechstein geht gegen die zweijährige Sperre vor, die die ISU 2009 gegen sie wegen zu hoher Blutwerte verhängt hatte. Die fünfmalige Olympiasiegerin will beweisen, dass die Werte auf eine vererbte Anomalie und nicht auf Doping zurückzuführen sind.

"Mehr wert als alle Medaillen"

"Das ist ein sehr großer Tag für mich. Nicht nur für mich. Das ist ein Sieg für alle Sportler. Ich habe jetzt als deutsche Sportlerin das Recht, vor ein deutsches Gericht zu ziehen", sagte Pechstein nach Bekanntgabe des Urteils, mit dem die Berlinerin Sportgeschichte schrieb. "Dieser Sieg ist mehr wert als alle meine Medaillen zusammen."

"Das ist der Wahnsinn"

Das Pechstein-Urteil kann von großer Tragweite für die deutsche und internationale Sportgerichtsbarkeit sein. "Ich habe jetzt ab sofort die Möglichkeit, als deutsche Sportlerin vor ein deutsches Gericht zu gehen und nicht mehr vor diesen dubiosen fragwürdigen Sportgerichtshof CAS. Das ist auch ein großer Sieg für die Sportlerinnen und Sportler, die die Athletenvereinbarungen unterschrieben und sich somit den Schiedsgerichten unterworfen haben", sagte Pechstein. "Mir ist alles genommen worden. Ich habe einen großen Imageschaden erlitten. Für mich ist klar, dass das ein größerer Sieg ist, als alles zuvor. Das ist der Wahnsinn."

Die ISU hat als unterlegene Partei nun vier Wochen Zeit, beim Bundesgerichtshof (BGH) in Revision zu gehen. Dort wird dann abermals darüber entschieden, ob die Klage angenommen wird. Wenn ja, wird das Hauptverfahren an das OLG zurückverwiesen und der Fall neu aufgerollt.

Erst nach dem BGH-Urteil wird vor dem Oberlandesgericht über die finanziellen Forderungen von Pechstein verhandelt. Die ISU müsste dann der Athletin Doping nachweisen. Vor den Sportgerichten hatte sie bisher ihre Unschuld beweisen müssen und war damit gescheitert.

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