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Eiskunstlauf: Lange Sperre für Eiskunstlauf-Star Kostner

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Eiskunstlauf  

Lange Sperre für Eiskunstlauf-Star Kostner

16.01.2015, 17:56 Uhr | dpa

Eiskunstlauf: Lange Sperre für Eiskunstlauf-Star Kostner. Carolina Kostner wurde für ein Jahr und vier Monate gesperrt.

Carolina Kostner wurde für ein Jahr und vier Monate gesperrt. Foto: Kiyoshi Ota. (Quelle: dpa)

Rom (dpa) - Die frühere Eiskunstlauf-Weltmeisterin Carolina Kostner ist für ein Jahr und vier Monate gesperrt worden. Das entschied das Anti-Doping-Gericht des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni), wie ein Coni-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der Italienerin wird vorgeworfen, vom Doping ihres Ex-Freundes, des Geher-Olympiasiegers Alex Schwazer, gewusst zu haben. Die 27-Jährige hatte das stets bestritten und kündigte nach dem Urteil an, Einspruch dagegen einlegen zu wollen.

"Ich bin sehr verbittert. Ich werde bis zum Schluss weiterkämpfen", sagte Kostner laut Nachrichtenagentur Ansa. Ihr bleibe noch die Möglichkeit eines Einspruchs beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne, sagte der Coni-Sprecher. Auch Kostners Anwalt Giovanni Fontana kündigte an, gegen die Sperre vorgehen zu wollen. "Wir haben nicht mit einer Verurteilung gerechnet", erklärte er.

Die Richter blieben mit ihrem Urteil jedoch noch deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die zunächst eine Sperre von vier Jahren und drei Monaten beantragt hatte. Unter Berufung auf den neuen Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, der zum 1. Januar in Kraft getreten war, hatten die Anwälte ihre Forderung am Freitag auf zwei Jahre und drei Monate reduziert, wie der Sprecher sagte.

Kostners Ex-Freund, der Leichtathlet Schwazer, war nach seinem Olympiasieg 2008 in Peking vor den Spielen 2012 in London positiv getestet worden. Er wurde für dreieinhalb Jahre gesperrt und hatte seine Karriere zunächst beendet, denkt mittlerweile aber über ein Comeback nach. Die in Oberstdorf lebende Kostner pausiert diese Saison und hat noch nicht über ihre Zukunft entschieden.

Die Olympia-Dritte aus Südtirol hatte zugegeben, ihren damaligen Freund einmal vor Ermittlern verleugnet zu haben, bestreitet jedoch, von dem Doping gewusst zu haben. Anwalt Fontana argumentierte, seiner Mandatin sei nicht bewusst gewesen, dass sie etwas Illegales tue, was Voraussetzung für eine Sperre sei. Auch Coni-Präsident Giovanni Malagò hatte Kostner immer wieder verteidigt.

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