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Scotty James Halfpipe-Weltmeister: "ziemlich cool"

18.01.2015, 14:07 Uhr | dpa

Snowboard - Scotty James Halfpipe-Weltmeister: "ziemlich cool". Scotty James aus Australien krönte sich zum Champion in der Halfpipe.

Scotty James aus Australien krönte sich zum Champion in der Halfpipe. Foto: Jens Buettner. (Quelle: dpa)

St. Georgen ob Murau (dpa) - Im letzten der drei Durchgänge ließ sich der neue Weltmeister Scotty James nur noch feiern. Statt in der Halfpipe nochmals Tricks zu präsentieren, klatschte der Snowboarder aus Australien im Vorbeifahren mit den Fans am Kreischberg ab und genoss den Augenblick.

"Ich wollte dem tollen Publikum etwas zurückgeben", sagte der 20-Jährige nach dem ersten großen Titel seiner Karriere, "von einer Siegerrunde habe ich immer schon geträumt."

Die 91,50 Punkte aus Lauf eins blieben unangetastet. Keiner seiner neun Konkurrenten wurde am Samstagabend so gut bewertet wie der Vorjahressieger der Halfpipe-Wertung im Weltcup. "An der Spitze der Welt", sagte James schmunzelnd, "das klingt ziemlich cool." Er stand schon vor seinem abschließenden Auftritt als Gewinner fest. Der einzige deutsche Starter, Johannes Höpfl, hatte in der Qualifikation den Einzug ins Finale nicht geschafft.

Sichtlich gelöst war auch Tim-Kevin Ravnjak. Der zweifache Junioren-Weltmeister landete auf dem dritten Platz. "Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Vor allem nachdem ich in den letzten drei Nächten kein Auge zugemacht habe", sagte der 18-Jährige. Halsschmerzen und starker Husten raubten dem jungen Slowenen, der hinter Zhang Yiwei aus China Bronze holte, den Schlaf.

Ebenfalls gehandicapt ging Titelverteidiger und Olympiasieger Iouri Podladtchikov an den Start. Der Schweizer, der knapp zwei Monate nach seiner Knöchelfraktur im linken Fuß in Österreich sein Comeback gab, musste sich mit Rang vier begnügen. "Schade, dass es nicht für einen Podestplatz gereicht hat. Trotzdem fühlt es sich irgendwie gut an, so kurz nach meiner Fußverletzung wieder da zu sein, wo ich jetzt bin", sagte I-Pod im strömenden Regen.

Auch für Australiens Snowboard-Star Torah Bright lief es nicht nach Plan. Die Olympiasiegerin von 2010 blieb in keinem ihrer Läufe ohne Fehler, wurde Letzte im Finale der Damen. Gold ging an China. "Das fühlt sich großartig an", sagte Siegerin Cai Xuetong. Mit 13 Punkten Vorsprung verwies die Asiatin Queralt Castellet aus Spanien auf Platz zwei. Die Französin Clemence Grimal wurde Dritte.

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