Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Wintersport >

Pechstein lässt sich die Kritik nicht gefallen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Diskussion um OLG-Entscheid  

Pechstein lässt sich die Kritik nicht gefallen

21.01.2015, 12:27 Uhr | sid

Pechstein lässt sich die Kritik nicht gefallen. Claudia Pechstein setzt sich gegen die Anfeindungen zu Wehr. (Quelle: dpa)

Claudia Pechstein setzt sich gegen die Anfeindungen zu Wehr. (Quelle: dpa)

Claudia Pechstein hat nach ihrem juristischen Erfolg vor dem Münchner Oberlandesgericht (OLG) Kritiker attackiert und Aussagen von Rechtsexperten wie Martin Nolte und Christoph Schickhardt sowie von ISU-Anwalt Dirk-Reiner Martens als "Blödsinn" bezeichnet.

"Es gibt in diesem Land tatsächlich einige unverbesserliche Lobbyisten, die meinen, ich hätte dem Sport einen Bärendienst erwiesen", sagte Pechstein der "Sport Bild". Das OLG hatte in der vergangenen Woche die Schadenersatzklage der Eisschnellläuferin über 4,4 Millionen Euro gegen den Weltverband ISU wegen ihrer zweijährigen Sperre zugelassen.

Pechstein holt zum Rundumschlag aus

Jeder der Experten, so Pechstein weiter, sollte sich mal fragen, ob er immer noch der gleichen Meinung wäre, wenn er als "Unschuldiger ohne Beweis nur aufgrund von Vermutungen verurteilt worden wäre", er "in aller Öffentlichkeit als Betrüger bezeichnet worden wäre", er "zwei Jahre seinen Beruf nicht mehr hätte ausüben dürfen", er "selbst dann keine Chance zur Wiederaufnahme seines Verfahrens bekommen hätte, als sogar der Beweis für seine Unschuld gefunden war" und er "als Folge dieses Unrechts sein ganzes Vermögen verloren hätte".

Für Pechstein hat das Urteil des OLG auf Sportler in Deutschland positiven Einfluss. "Deutschlands Spitzensportler sind auch juristisch gesehen ab sofort keine Bürger zweiter Klasse mehr", sagte die Berlinerin. "Wie jeder andere Bundesbürger können auch wir Athleten jetzt vor ein deutsches Gericht ziehen, wenn wir um unser Recht kämpfen wollen. Da müsste eigentlich jeder, der ein gesundes Verständnis von Gerechtigkeit hat, zustimmend nicken."

Schickhardt: "Keine gute Stunde für den Sport"

Das Gericht hatte in seinem Urteil für den Fall Pechstein den Schiedsspruch des Sportgerichts mit dem Internationalen Sportgerichtshof CAS als letzter Instanz für unwirksam erklärt. Schickhardt sprach daraufhin von einem Bärendienst. "Das ist also keine gute Stunde für den Sport", sagte der Rechtsexperte. "Denn die Sportler sind in der Regel, ich sage in der Regel, mit guten und schlechten Urteilen bei der CAS gut aufgehoben. Das ist ein ordentliches Gericht mit in der Regel guten Richtern, da geht es schneller, da geht es billiger, da gibt es keine fünf Instanzen."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal