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Doping-Affäre Sachenbacher-Stehle: Mentaltrainer ist sich keiner Schuld bewusst

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Doping-Affäre Sachenbacher-Stehle  

Mentaltrainer Saxinger ist sich keiner Schuld bewusst

13.02.2015, 12:49 Uhr | sid

Doping-Affäre Sachenbacher-Stehle: Mentaltrainer ist sich keiner Schuld bewusst. Evi Sachenbacher-Stehle wurde vor einem Jahr wegen eines Doping-Vergehens für sechs Monate gesperrt. (Quelle: imago/Kosecki)

Evi Sachenbacher-Stehle wurde vor einem Jahr wegen eines Doping-Vergehens für sechs Monate gesperrt. (Quelle: Kosecki/imago)

Knapp ein Jahr nach der Dopingaffäre um Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi hat ihr damaliger Mentalcoach Stefan Saxinger erstmals öffentlich zu dem Vorwurf Stellung bezogen, er habe der zweimaligen Olympiasiegerin ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel verabreicht. Über seinen Anwalt Rainer Cherkeh ließ Saxinger im Bayerischen Rundfunk mitteilen, dass er sich keiner Schuld bewusst sei.

"Bei dem in Rede stehenden Produkt handelte es sich um einen Tee aus der Schisandra-Beere, wie er in diversen Bio-Läden für jedermann zu erwerben ist und der die Funktion hat, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Nicht mehr und nicht weniger", so Cherkeh, der außerdem betont: "Wo und wie es gegebenenfalls im Rahmen des Herstellungsprozesses zu einer Kontamination des Tees mit einer geringen Konzentration der Substanz Methylhexanamin gekommen sein könnte, ist unklar geblieben."

Karriereende nach Doping-Affäre

Sachenbacher-Stehle war in Sotschi das verbotene Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen worden. Am 17. Februar 2014 hatte es den positiven Test gegeben. Nach der Verkürzung ihrer Sperre von zwei Jahren auf sechs Monate hätte sie eigentlich schon im laufenden Winter wieder starten können, entschied sich jedoch dagegen und beendete ihre Karriere.

Nach Bekanntwerden des positiven Tests ermittelte die Staatsanwaltschaft München gegen Saxinger und drei weitere Personen, die unter Verdacht standen, der Biathletin das Präparat zugänglich gemacht zu haben. Die Ermittlungen wurden eingestellt, weil kein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz festgestellt werden konnte.

"Wir erwarten Rücksprache mit unseren Experten"

DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach sagte dem BR dazu: "Wenn jemand einen externen Berater hat, dann ist es erst einmal sein gutes Recht. Aber wir erwarten schon, dass dann entsprechend auch Rücksprache gehalten wird mit unseren Experten."

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