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Ski nordisch - Dramatik: Rydzek mit einem Stock zum Sieg im Team-Sprint

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Ski nordisch  

Dramatik: Rydzek mit einem Stock zum Sieg im Team-Sprint

07.03.2015, 13:45 Uhr | dpa

Ski nordisch - Dramatik: Rydzek mit einem Stock zum Sieg im Team-Sprint. Johannes Rydzek (l) und Fabian Rießle triumphierten in Lahti.

Johannes Rydzek (l) und Fabian Rießle triumphierten in Lahti. Foto: Pekka Sipola. (Quelle: dpa)

Lahti (dpa) - Mit nur einem Stock zum Sieg: Weltmeister Johannes Rydzek gelingt derzeit alles. Am Samstag hat der Oberstdorfer das Team Deutschland I beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti trotz eines Sturzes kurz vor dem Ziel zum Sieg im Team-Sprint geführt.

Dass er zusammen mit Fabian Rießle auch Revanche gegen Frankreich für die vor einer Woche erlittene Niederlage bei den Weltmeisterschaften nahm und das Champion-Duo mit Sebastian Lacroix und Jason Lamy Chappuis auf Platz zwei verwies, war angesichts der Dramatik beim Zieleinlauf nur Nebensache. "So was habe ich noch nicht erlebt. Das ist dramatisch, macht aber auch Spaß", sagte der diesmal verantwortliche Co-Bundestrainer Ronny Ackermann zu dem 2x7,5 Kilometer-Lauf.

Nach dem Springen hatten die Norweger Jan Schmid und Jarl Magnus Riiper mit 53 Sekunden vor den Deutschen geführt, die auf Platz fünf lagen. "Schon das Springen war kurios. Die Jury hatte angesichts der wechselnden Winde enorme Probleme, eine richtige und für jeden faire Anlauflänge zu finden", berichtete Ackermann.

Rydzek/Rießle erwischten da einigermaßen passable Bedingungen, wenngleich sich Rydzek ärgerte. "An der Kante hat es nicht richtig gepasst", meinte der Allgäuer, der trotzdem mit der Ausgangsposition zufrieden war. Für Rießle ging es vor dem Lauf vor allem darum, die tags zuvor errungene Führung im Nationencup auszubauen.

Im Rennen machten die Deutschen von Beginn an Druck. "Wir wollten nicht, dass die anderen von hinten unser Tempo nutzen und dann vorbeiziehen. Es ging vor allem darum, Druck nach vorn auszuüben und uns rechtzeitig aus der großen Gruppe zu lösen", erklärte Ackermann die Taktik.

Das alles gelang. Und so kamen Rydzek und Riiper gemeinsam die letzte Abfahrt vor dem Stadion hinunter. Der junge Norweger aber war zu forsch. Es kam zur Kollision mit Rydzek, beide stürzten. "Bei Johannes brach die Stockspitze ab, während Riiper einen Ski verlor", erzählte Ackermann. Sein Schützling rappelte sich auf und rettete mit nur einem Stock dank des großen Vorsprungs noch den Sieg ins Ziel. Norwegen wurde jedoch noch vom großen Pulk geschluckt und bis auf Rang zehn durchgereicht.

Die zweite deutsche Mannschaft mit Björn Kircheisen und Manuel Faißt belegte nach Rang zehn im Springen noch Platz acht.

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