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Maximilian Arndt ist erneut Bob-Weltmeister

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Erneut Weltmeister  

Arndt krönt sich zum König des Bob-Sports

08.03.2015, 18:13 Uhr | dpa

Maximilian Arndt ist erneut Bob-Weltmeister. Maximilian Arndt ist erneut Weltmeister im Viererbob. (Quelle: AP/dpa)

Maximilian Arndt ist erneut Weltmeister im Viererbob. (Quelle: AP/dpa)

Beim Heimspiel zurück aus der Krise: Titelverteidiger Maximilian Arndt hat sich bei der WM in Winterberg erneut zum König des Bob-Sports gekrönt. Ein Jahr nach der historischen Olympia-Pleite von Sotschi machte der 27-Jährige das triumphale Comeback der deutschen Schlitten damit perfekt.

In einer der spannendsten Entscheidungen der vergangenen Jahre gewann Arndt im Viererbob mit lediglich zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem ganz starken Debütanten Nico Walther, der für den ersten deutschen WM-Doppelsieg in der Königsdisziplin seit 2011 (Manuel Machata/Karl Angerer) sorgte. Top-Favorit Oskars Melbardis aus Lettland musste in den Läufen drei und vier seine Führung abgeben und sich letztlich mit Bronze begnügen.

Christoph Langen: "Meine Laune könnte nicht besser sein."

"Der erste Titel war schon geil. Aber hier, bei so einem Publikum und in einem so spannenden Wettkampf, ist es besonders geil", sagte der alte und neue Champion Arndt im ZDF. Vor seinem letzten Lauf "wusste ich, dass der Titel nach Deutschland geht. Aber dann wollte ich den holen", so Arndt weiter. Bundestrainer Christoph Langen jubelte: "Meine Laune könnte nicht besser sein."

Francesco Friedrich, der in der Vorwoche seinen WM-Titel im Zweier erfolgreich verteidigt hatte, belegte mit fünf Hundertstelsekunden Rückstand auf Melbardis den undankbaren vierten Platz. Junioren-Weltmeister Christoph Hafer wurde 16.

Triumphale Rückkehr an die Weltspitze

Wie bei der letzten WM 2013 in St. Moritz gehen die Titel im großen und kleinen Schlitten damit an Arndt und Friedrich, insgesamt holten die Deutschen sechs von neun möglichen Medaillen. Noch vor gut zwölf Monaten hatten die ersten Winterspiele ohne Edelmetall seit 50 Jahren den deutschen Bob-Verband BSD in eine tiefe Krise gestürzt.

Die Medaillenjagd in Winterberg wurde nun zum echten Herzschlagfinale, bis zum letzten Lauf war für mindestens drei Piloten der Sieg greifbar. Als erster Starter im dritten Durchgang schien Melbardis der Konkurrenz mit einem Streckenrekord gleich zu enteilen, bei milden Temperaturen setzte Arndt jedoch gleich im Anschluss die nächste Bestmarke und verdrängte den Letten von der Spitze. Wenig später gelang Walther der nächste Rekord - vor dem letzten Lauf trennten das Spitzentrio lediglich drei Hundertstel.

Leistung und Ausbeute der deutschen Schlitten stimmen wieder

Am hochspannenden Schlusstag der WM bestimmten die deutschen Bobs damit das Weltniveau wieder mit, die Wettkämpfe entschädigten zumindest ein wenig für die medaillenlosen Spiele in Sotschi. Im Zweier der Männer hatte Johannes Lochner am ersten WM-Wochenende überraschend Silber hinter Friedrich geholt, bei den Frauen waren Anja Schneiderheinze und Cathleen Martini zu Silber und Bronze gefahren. Leistung und Ausbeute der deutschen Schlitten stimmten wieder.

Besonders in Arndts Fall war das bis zuletzt fraglich gewesen, der Titelverteidiger hatte seinen Favoritenstatus im vergangenen Jahr verspielt. Der Olympia-Niederlage folgte für den Thüringer eine durchwachsene Weltcup-Saison, immerhin zwei Siegen standen zahlreiche Rückschläge und ein schwerer Sturz in Altenberg gegenüber - die WM sollte all das vergessen machen. "Das ist das Highlight, und daran werden wir gemessen. Da zählen die Weltcup-Ergebnisse weniger", hatte Arndt vor den Rennen gesagt.

Walther ging dagegen völlig unbelastet in seine ersten Titelkämpfe. Erst im WM-Winter hatte der 24-Jährige sein Debüt im Weltcup gegeben, und dabei schnell gezeigt, dass er schon zu großen Erfolgen in der Lage ist. Mit einem Sieg und vier Podestplätzen im großen und kleinen Schlitten tankte er in seinem Premieren-Winter gleich jede Menge Selbstvertrauen für den Saisonhöhepunkt.

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