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Causa Pechstein: CAS verteidigt sich nach OLG-Kritik

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Nach OLG-Kritik  

CAS: Pechstein hatte faires und gerechtes Verfahren

27.03.2015, 17:52 Uhr | sid, dpa

Causa Pechstein: CAS verteidigt sich nach OLG-Kritik. Wurde wegen erhöhter Blutwerte einst vom Internationalen Sportgerichtshof für zwei Jahre gesperrt: Claudia Pechstein. (Quelle: imago/Bernd Koenig)

Wurde wegen erhöhter Blutwerte einst vom Internationalen Sportgerichtshof für zwei Jahre gesperrt: Claudia Pechstein. (Quelle: Bernd Koenig/imago)

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat sich nach der aufsehenerregenden Kritik des Münchner Oberlandesgerichts in der Causa Claudia Pechstein gewehrt und sein Urteil gegen die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin verteidigt. "Claudia Pechstein hatte sowohl vor dem CAS als auch vor dem Schweizerischen Bundesgericht ein gerechtes und faires Verfahren", hieß es in einer Mitteilung des Gerichts.

"Aus Sicht des CAS stellt daher das Urteil des Schweizer Bundesgerichts, welches weiterhin Rechtskraft besitzt, seit 2010 grundsätzlich den Schlusspunkt in diesem Rechtsstreit dar", hieß es in der Stellungnahme weiter.

Mitte Januar hatte die einst für zwei Jahre wegen erhöhter Blutwerte gesperrte 43-Jährige vor dem OLG München nach langen Rechtsstreitigkeiten einen öffentlichkeitswirksamen Sieg errungen. Das Oberlandesgerichts hatte eine Schadensersatzklage gegen den Weltverband ISU zugelassen und damit die Sportsgerichtsbarkeit in Frage gestellt. Pechstein hatte Doping stets bestritten und die Blutwerte auf eine von ihrem Vater vererbte Blut-Anomalie zurückgeführt.

OLG stellt Neutralität des CAS infrage

Das OLG hatte seine Entscheidung damit begründet, dass Pechstein die Athleten-Vereinbarung 2009, die unter anderem festsetzt, dass sich der Athlet der Sportgerichtsbarkeit unterwirft, nie hätte unterschreiben dürfen. Der Weltverband ISU habe mit seiner Monopolstellung gegen das Kartellrecht verstoßen, außerdem weise der CAS als letzte Instanz der Sportgerichtsbarkeit wegen seiner Besetzung große Mängel auf.

Der CAS wies darauf hin, "dass die Verfahrensordnung und Organisation des CAS seitdem Reformen unterlagen, insbesondere die Ernennung von Schiedsrichtern und der Bereitstellung", hieß es in der Mitteilung: "Sollten Schiedsvereinbarungen, wie im Fall Pechstein/ISU, von nationalen Gerichten für ungültig erklärt werden, obgleich sie in keiner Phase des Schiedsverfahrens angefochten wurden, so würde dies die Grundprinzipien der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit gefährden."

Pechstein habe zudem, so das Gericht, in dem Verfahren vor dem CAS weder dessen Zuständigkeit noch den Präsidenten der Berufungskammer oder die Zusammensetzung des konkreten Schiedsgerichts angefochten. Es sei zudem unmöglich, die Organisation und Verfahrensregeln des CAS an alle nationalen Gesetzgebungen anzupassen.

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