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Eisschnelllauf: Pechstein holt 25. Meistertitel - Seitenhieb nach Sieg

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Eisschnelllauf  

Pechstein holt 25. Meistertitel - Seitenhieb nach Sieg

19.07.2015, 11:19 Uhr | dpa

Eisschnelllauf: Pechstein holt 25. Meistertitel - Seitenhieb nach Sieg. Claudia Pechstein siegte in Inzell im Massenstartrennen.

Claudia Pechstein siegte in Inzell im Massenstartrennen. Foto: Martin Schutt. (Quelle: dpa)

Inzell (dpa) - In der Backofen-Hitze von Inzell konnte sich Claudia Pechstein nach ihrem Jubiläums-Titel einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen.

Nach der Freude über ihren 25. Meistertitel lobte die 43 Jahre alte Olympiasiegerin die zweitplatzierte Michelle Uhrig, die mit 19 Jahren ihre erste Saison bei den Senioren bestreitet. "Sie hat nicht nur geredet, sondern ihre Leistung gebracht", sagte Pechstein.

Ohne den Namen zu nennen, war das zweifellos eine Stichelei gegen Teamgefährtin Bente Kraus, die mit Platz drei zufrieden sein musste. Kraus hatte unlängst die Trainingsgruppe verlassen, weil sie mit dem neuen Coach Uwe Hüttenrauch nicht zusammen arbeiten wollte. Daher trainiert sie seit Wochen bei Peter Wild in Erfurt und hatte unlängst ihr Ziel unterstrichen, bei Olympia 2018 Pechstein zu schlagen.

"Claudi ist das Maß aller Dinge. Und sie wird auch 2018 noch Weltklasse sein, davon bin ich überzeugt. Aber ich kann doch gar nichts anderes sagen als: Claudi, ich will dich auf dem Weg nach Südkorea angreifen", bekannte die 26-Jährige im "Berliner Kurier".

Der zweite Platz von Michelle Uhrig ist endlich mal ein Achtungsergebnis für den in den vergangenen Jahren stagnierenden Nachwuchs. Gefährden konnte aber auch sie Pechstein nicht. "Ja, es hat Spaß gemacht", meinte die fünfmalige Olympiasiegerin zufrieden. "Ich fühle mich topfit und hätte noch zehn Runden weiter laufen können", sagte sie. Pechstein schienen die Temperatur-Wechsel zwischen der Hitze im Kraftraum sowie auf der Radpiste und der Kälte in der Halle keinerlei Probleme zu bereiten.

Im Rennen der Herren siegte gleichfalls der Titelverteidiger. Der Erfurter Patrick Beckert gewann vor Joel Dufter aus Inzell und seinem jüngeren Bruder Pedro. Der WM-Dritte, der seit einigen Wochen in der niederländischen Profimannschaft Team4Gold läuft, sicherte sich damit seine neunte Meisterschaft. "Wir haben zuvor noch ein Intervall-Training absolviert", schilderte der Sieger. "Ich wollte meinen Titel verteidigen, auch wenn ich hier direkt aus dem Training gestartet bin und die Beine nicht optimal waren."

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