Sie sind hier: Home > Sport > Wintersport >

Bob: Manuel Machata beendet Karriere

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Kapitel Olympia wurmt ihn noch  

Bob-Rebell Manuel Machata beendet Karriere

09.10.2015, 11:36 Uhr | dpa

Bob: Manuel Machata beendet Karriere. Neue Laufbahn beim Bobverband oder Motorsport-Karriere? Manuel Machata hat nach seinem Rücktritt noch viel vor. (Quelle: dpa)

Neue Laufbahn beim Bobverband oder Motorsport-Karriere? Manuel Machata hat nach seinem Rücktritt noch viel vor. (Quelle: dpa)

Der Rebell im deutschen Bob-Lager sagt leise Servus. Doch der Abschied vom aktiven Leistungssport ist für Bobpilot Manuel Machata, der bei den olympischen Winterspielen in Sotschi seine Kufen zum Unmut der Deutschen an den russischen Doppel-Olympiasieger Alexander Subkow verliehen hatte, vielleicht der Beginn einer neuen Laufbahn an der Eisrinne.

Eine Zusammenarbeit mit dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) ist plötzlich nicht mehr ausgeschlossen. "Diese Kufen-Geschichte war für Manuel und den BSD sehr unglücklich. Inzwischen ist das Verhältnis zwischen uns aber wieder bestens. Die Sache hat nichts mit seinem Rücktritt zu tun", betonte BSD-Generalsekretär Thomas Schwab.

"Ich kann mir vieles vorstellen"

Vergessen die Geldstrafe, vergessen die später ohnehin aufgehobene Wettkampfsperre für den Welt- und Europameister im Viererbob von 2011. Beim Weltcup am Königssee wird er vom Verband offiziell verabschiedet. "Ob im Trainerbereich, im Marketingbereich oder im Materialsektor. Ich kann mir da vieles vorstellen. Man will ja alles, was man erfolgreich gemacht hat, nicht einfach so wegwerfen", sagte der 31-Jährige.

Doch zunächst will er sein Studium der Automobilwirtschaft beenden. "Wenn ich mich jetzt in Vollzeit richtig dahinterklemme, dann kann ich in eineinhalb Jahren fertig sein", sagte der einstige Skilangläufer, der - rückblickend - mit EM- und WM-Titel sowie dem Gesamtweltcupsieg 2011 im großen Schlitten vieles in seiner Bob-Karriere richtig gemacht hat.

"Der schnelle Aufstieg damals hatte sicherlich viele Faktoren. Doch es ist wie bei einem Rattenschwanz, die Spirale geht genauso schnell nach unten wie nach oben", sagte er.

Traum von einer Motorsport-Karriere

Nur das Kapitel Olympia wurmt ihn. 2010 war er noch zu jung und ohne Weltcupstart, vier Jahre später, in Sotschi, wurde er von seinen deutschen Teamkollegen ausgebremst: "Ich kann aber heute sagen, ich habe alles probiert und versucht. Einige Sachen würde ich heute vielleicht anders machen. Alles in allem bin ich aber zufrieden mit meiner sportlichen Karriere, nun kommt ein neuer Lebensabschnitt."

Da er Golf nur zur Entspannung spielt und sich mit vielen anderen Sportarten fit hält, träumt Machata von einer Karriere im Motorsport. "Da könnte ich mir noch einige Herausforderungen vorstellen, denn es ist dort mit den Fliehkräften und dem Anpressdruck fast wie im Bobsport. Ich wollte ja immer Jet-Pilot werden, nur mit meinen Augen ging das nicht", erklärte der Bayer, der als einziger Bobpilot im Weltcup-Zirkus mit Brille fuhr.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige
Ähnliche Themen im Web

Shopping
Shopping
Große Klappe, viel dahinter: Gorenje Haushaltsgeräte
OTTO.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017