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Claudia Pechstein: "Dieser NADA-Wahnsinn kotzt mich an"

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Pechstein kündigt Strafanzeige an  

"Dieser NADA-Wahnsinn kotzt mich an"

01.12.2015, 16:58 Uhr | sid

Claudia Pechstein: "Dieser NADA-Wahnsinn kotzt mich an". Claudia Pechstein legt sich mit der deutschen Anti-Doping-Agentur NADA . (Quelle: imago/Bernd König)

Claudia Pechstein legt sich mit der deutschen Anti-Doping-Agentur NADA . (Quelle: Bernd König/imago)

Claudia Pechstein hat die Nase von den häufigen Dopingkontrollen gestrichen voll. "Dieser NADA-Wahnsinn kotzt mich an", schrieb die 43-Jährige bei Facebook.

Sie kündigte an, bei jeder weiteren Kontrolle der Nationale Anti Doping Agentur Strafanzeige zu erstatten. "Mögen die Gerichte entscheiden, ob sich Deutschlands Sportler so eine unwürdige und menschenverachtende Behandlung gefallen lassen müssen."

Zwei Kontrollen an einem Tag

Auslöser für Pechsteins Ausbruch waren zwei Kontrollen, die laut ihrer Auskunft durch NADA-Kontrolleure am 28. November vorgenommen worden seien; der erste Kontrolleur sei um 6:28 Uhr bei ihr vorstellig geworden, der zweite um 21:10 Uhr.

"Ich war, bin und werde immer SAUBER sein", schrieb Pechstein weiter. Nach eigenen Angaben hat sie bereits mehr als 650 Dopingproben in ihrer Laufbahn abgegeben.

"Ich habe heute beschlossen, nicht nur bis einschließlich Olympia 2018 meinen Sport erfolgreich zu betreiben, sondern bis Ihr NADA/ISU/WADA-Kontrolleure in Eurer unmenschlichen und unwürdigen Art den 1000. Test an mir endlich erledigt habt", legte sie trotzig nach.

Schadensersatzprozess läuft noch

Pechstein wurde 2009 durch die Internationale Eislaufunion (ISU) anhand von Indizien und ohne Dopingnachweis "wegen Blutdopings" rückwirkend vom 9. Februar 2009 für zwei Jahre gesperrt. Die ISU hatte bei der Eisschnellläuferin "abnormal überhöhte" Retikulozytenwerte festgestellt.

Führende deutsche Hämatologen bescheinigten Pechstein ein Jahr später eine genetisch bedingte Blutanomalie, woraufhin sie Schadensersatzforderungen gegen die ISU und die Deutsche Eisschnellauf-Gemeinschaft (DESG) einreichte. Die Verfahren sind noch in der Schwebe.

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