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Eisschnelllauf: Pechstein sauer über Kontrolleure - Unfall in Inzell

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Eisschnelllauf  

Pechstein sauer über Kontrolleure - Unfall in Inzell

04.12.2015, 19:24 Uhr | dpa

Eisschnelllauf: Pechstein sauer über Kontrolleure - Unfall in Inzell. Sauer über Kontrollen aber zufrieden mit Rang acht: Claudia Pechstein (r) posiert mit Siegerin Martina Sablikova.

Sauer über Kontrollen aber zufrieden mit Rang acht: Claudia Pechstein (r) posiert mit Siegerin Martina Sablikova. Foto: Tobias Hase. (Quelle: dpa)

Inzell (dpa) - Ein schwerer Unfall hat den ersten Tag des Eisschnelllauf-Weltcups in Inzell überschattet.

Beim Warmlaufen zur Teamverfolgung stürzte der Kanadier Stefan Waples, riss seinen Landsmann Ted-Jan Bloemen um und fügte ihm mit der scharfe Kufe seines Schlittschuhs eine tiefe Wunde in der linken Wade zu. Große Teile der Eisbahn waren in Windeseile von einer langen Blutspur durchzogen.

Der 10 000-Meter-Weltrekordler Bloemen musste sofort in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Wunde sei sehr tief, bestätigte der frühere Bundestrainer Bart Schouten, der jetzt die kanadischen Langstreckler betreut. "Er wird sehr lange Zeit nicht laufen können, vielleicht fällt er die gesamte Saison aus", fürchtet Schouten. Die deutschen Herren kamen beim Sieg der Niederländer (3:41,27) trotz Fehlers kurz vor Schluss auf einen ansprechenden sechsten Platz.

Zuvor hatte Claudia Pechstein zufrieden ihren achten Rang über 3000 Meter in 4:08,98 Minuten registriert. "Eigentlich müsste ich vom Alter her Letzte werden. Dass dies nicht der Fall ist, gibt mir immer neue Kraft", sagte die 43-Jährige entspannt. Doch als das Gespräch auf das Thema Doping-Kontrollen kam, verfärbte sich das Gesicht der Berlinerin. Erst am Morgen war sie in Inzell - wie andere Sportler auch - erneut kontrolliert worden. Eine Strafanzeige werde es in diesem Fall aber nicht geben. Diese werde sie künftig immer stellen, wenn von ihr - wie am vergangen Samstag - zwei Proben innerhalb von 15 Stunden genommen würden, bekräftigte Pechstein.

"Meine Venen sind total vernarbt von den vielen Einstichen der Kontrolleure: Ich nenne das fahrlässige Körperverletzung und will das mal durch Ermittlungsbehörden prüfen lassen", sagte die Olympiasiegerin, die in ihrer Karriere schon mehr als 650 Proben abgeben musste. Via Facebook hatte sie angekündigt, dass "Gerichte entscheiden sollen, ob sich Deutschlands Sportler so eine unwürdige und menschenverachtende Behandlung gefallen lassen müssen."

Stephanie Beckert musste mit Rang 15 über 3000 Meter einen Rückschlag einstecken. Den dritten Sieg der Saison sicherte sich die dreimalige Olympiasiegerin Martina Sablikova aus Tschechien in 4:03,18 Minuten.

Pechstein will mit dem deutschen Trio auch im Team-Wettbewerb ihren guten Eindruck von Calgary verfestigen und die Qualifikation für die Einzelstrecken-WM im Februar in Kolomna perfekt machen. Um diese muss Sprint-Ass Nico Ihle weiter zittern. Der Olympia-Vierte kommt in dieser Saison einfach nicht in Tritt und muss nun sogar um den WM-Start in Russland bangen. "Ich hoffe jetzt sehr auf die 1000 Meter am Samstag. Da muss ich unbedingt in die Top 3 der B-Gruppe kommen", sagte der deutsche Meister nach dem unglücklichen Auftakt in Inzell.

Über 500 Meter scheint nun für den Chemnitzer der WM-Zug abgefahren, nachdem er in der B-Gruppe als Fünfter in 35,34 Sekunden um zwei Hundertstel den Aufstieg in die Gruppe der besten 20 verpasste. "Ich werde nicht unruhig. Auch bei der Olympia-Qualifikation für Vancouver und Sotschi habe ich erst in letzter Sekunde die Kriterien erfüllt", meinte der "Spätstarter".

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