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Eisschnelllauf: Eisschnellläufer ohne Podestplatz bei Heim-Weltcup

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Eisschnelllauf  

Eisschnellläufer ohne Podestplatz bei Heim-Weltcup

06.12.2015, 14:47 Uhr | dpa

Eisschnelllauf: Eisschnellläufer ohne Podestplatz bei Heim-Weltcup. Nico Ihle verzieht nach dem Lauf über die 500-Meter-Strecke das Gesicht.

Nico Ihle verzieht nach dem Lauf über die 500-Meter-Strecke das Gesicht. Foto: Tobias Hase. (Quelle: dpa)

Inzell (dpa) - Nico Ihle saß wie ein Häufchen Unglück an der Bande, Patrick Beckert haderte mit seiner Renntaktik. Die deutschen Eisschnellläufer bleiben auch nach dem Heim-Weltcup im bayerischen Inzell in diesem Winter ohne Podestplatz.

"Ich habe einen großen Fehler gemacht und wollte unbedingt dem Tempo meines Gegners Jorrit Bergsma folgen. Wer nichts riskiert, kann auch nichts gewinnen", bilanzierte der deutsche Hoffnungsträger Beckert nach Platz sieben über 5000 Meter enttäuscht.

Noch viel härter aber traf es Ihle, der trotz guter Fitness-Werte seiner Form seit Wochen hinterherläuft. Platz 15 in der B-Gruppe über 500 Meter war für den 29-jährigen Olympia-Vierten am Sonntag eine Demütigung und vertiefte seine Krise. "Ich werde mit dem Druck nicht fertig. Im Training läuft es gut. Doch sobald der Startschuss fällt, bin ich verkrampft und alles Selbstbewusstsein ist wie weggeblasen", meinte der Sachse und fügte frustriert hinzu: "Es war ein miserabler Lauf."

Nachdem bereits am Vortag klar war, dass er das Ticket für die Weltmeisterschaften im russischen Kolomna im Februar 2016 nicht mehr erkämpfen kann, zog Ihle angesichts seiner offensichtlichen mentalen Probleme die Konsequenz: "Ich muss diesen Winter als Zwischensaison abhaken. Ich brauche nach dem kommenden Wochenende einen Break, um wieder Frische zu gewinnen." Schon über 1000 Meter war er mit dem Druck nicht fertig geworden und zum zweiten Mal in dieser Saison wegen Überfahrens der Bahnbegrenzung disqualifiziert worden.

"Er braucht endlich das befreiende Ergebnis. Aber das kommt nicht mit Gewalt, sondern nur mit Besinnung auf die Technik. Er hat es drauf", meinte sein Gefährte Samuel Schwarz aus Berlin. Der Olympia-Fünfte kann nach einer Hüftoperation in diesem Winter nicht mehr wie erhofft ins Training zurückkehren.

Für Sportdirektor Robert Bartko sind die Ergebnisse von Inzell zu verkraften. "Nur Leistungssport-Romantiker glauben, dass sich in wenigen Monaten etwas Gravierendes in der Leistungsentwicklung ändern kann", sagte der frühere Radprofi. "Das ist unser Erbe, wir werden weiter solide an Veränderungen arbeiten. Klar, dass dieser Prozess auch etwas Unruhe mit sich bringt", meinte er.

Beckert will nun beim Wettkampf am kommenden Wochenende in Heerenveen einiges anders machen und sich auf seine Stärken besinnen. "Wenn man so einen Scheißlauf erwischt, muss man sich an die eigene Nase fassen und seine Fehler analysieren", sagte der Erfurter nach seinen mäßigen 6:23,76 Minuten. Sieger Jorrit Bergsma aus den Niederlanden war über sechs Sekunden schneller.

Beckert klagte außerdem über eine Knöchel-Entzündung und ging daher mit Schuhen aus zwei verschiedenen Paaren auf das Eis. "Daran hat es nicht gelegen. Ich brauche aber über Weihnachten auch mal eine Pause", sagte der Profi-Langstreckler vom niederländischen Team4Gold.

Das beste Resultat der Deutschen in Inzell blieb daher der fünfte Rang der Damenequipe in der Teamverfolgung. Damit ist dem neu formierten Trio mit Claudia Pechstein, Gabi Hirschbichler und Roxanne Dufter das WM-Ticket kaum noch zu nehmen. Pechstein kam über 3000 Meter ebenso wie der einheimische Moritz Geisreiter über 5000 Meter auf den achten Platz. Das deutsche Herren-Trio muss Platz sechs in Heerenveen noch einmal bestätigen, um die WM-Fahrkarten zu sichern.

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