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Die deutschen Ski-Langläufer sind auf dem Weg zur Spitze

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Der Aufwärtstrend hält an  

Die DSV-Langläufer nähern sich den Spitzenplätzen

08.01.2016, 15:32 Uhr | dpa

Die deutschen Ski-Langläufer sind auf dem Weg zur Spitze. Jonas Dobler und Andreas Kratz erreichten über 10 Kilometer die exakt gleiche Zeit. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Jonas Dobler und Andreas Kratz erreichten über 10 Kilometer die exakt gleiche Zeit. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Die deutschen Langläufer kommen aus dem Lachen bei der Tour de Ski kaum noch heraus. Ein Novum sorgte neben der gebrachten Leistung für gute Laune: Jonas Dobler und Geburtstagskind Andreas Katz liefen in Toblach auf dem sechsten Tagesabschnitt über 10 Kilometer in der freien Technik bis auf die Zehntelsekunde exakt die gleiche Zeit und wurden hervorragende Elfte. Denise Herrmann und Steffi Böhler holten als Achte und Neunte das beste Distanzergebnis der deutschen Frauen in diesem Winter.

In der Gesamtwertung scheint zumindest bei den Männern die Entscheidung vor den letzten beiden Etappen gefallen. Martin Johnsrud Sundby wurde hinter seinem Teamkollegen Finn Haagen Krogh Zweiter und baute nach dem Einbruch in Oberstdorf seine Führung auf 1:28 Minuten vor Petter Northug aus. Top-Favoritin Therese Johaug als Tagesfünfte verlor erneut wichtige Sekunden auf ihre diesmal Drittplatzierte Teamkollegin Ingvild Flugstad Oestberg. Es gewann sensationell die Amerikanerin Jessica Diggins.

Geburtstagstorte als Belohnung

"So etwas habe ich auch noch nicht erlebt, ist aber total cool. Jonas und ich sind Zimmerkollegen, teilen uns auf den Reisen ein Ehebett. Sieht fast so aus, als hätten wir uns abgesprochen", witzelte Andreas Katz an seinem 28. Geburtstag. Als Lohn für eine wiederum starke Leistung, die ihm nun schon einen nie erwarteten 13. Platz in der Gesamtwertung einbrachte, wartete im Hotel eine große Torte, die ihm die Mannschaft zusammen mit einem Ständchen am Morgen als Geschenk überbracht hatte. "Ich muss aber teilen, sonst kommt wohl keiner von uns am Sonntag den Berg hinauf", sagte Katz.

So locker, wie er sich nach dem Rennen gab, war der derzeit beste DSV-Läufer im Rennen nicht. "Seit dem Sprint in Oberstdorf quält mich ein starker Husten. Der macht es nicht leichter, wenn man Vollgas geben muss", sagte er.

"Das Gesamtpaket stimmt einfach"

Einen richtig guten Wettkampf hatten auch Denise Herrmann und Steffi Böhler. "Es wird von Tag zu Tag besser. Früher bin ich am Ende der Tour platt gewesen, jetzt fühle ich mich lockerer als zum Tour-Start", bemerkte Herrmann. Sie führt das auf die Intervall-Trainingswochen im Sommer zurück. "Jetzt stimmt einfach das Gesamtpaket", berichtete sie, während Böhler im Gesamtklassement noch Steigerungsmöglichkeiten sieht. "Da ist von uns das letzte Wort nicht gesprochen", sagte sie. Sandra Ringwald liegt auf Position zwölf, Herrmann ist 15. und Böhler 19.

Frauen-Trainer Torstein Drivenes war mit seinen Damen zufrieden. "Mir ist nicht wichtig, ob wir Achte, Neunte oder Zehnte sind. Mich interessiert der Rückstand. Und da sind wir mit 15 Sekunden auf Platz eins sehr nah dran", betonte der Norweger.

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