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Bob: Christoph Langen verlässt deutschen Verband

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Eine Ära geht zu Ende  

Bob-Ikone Langen verlässt deutschen Verband

05.04.2016, 16:41 Uhr | dpa

Bob: Christoph Langen verlässt deutschen Verband. Christoph Langen wird künftig in der Schweiz als Nachwuchstrainer arbeiten. (Quelle: dpa)

Christoph Langen wird künftig in der Schweiz als Nachwuchstrainer arbeiten. (Quelle: dpa)

Cheftrainer Christoph Langen und der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) haben sich getrennt. Der 54-Jährige hört nach sechsjähriger Amtszeit auf. Das sagte BSD-Generalsekretär und Sportdirektor Thomas Schwab.

Der siebenfache Weltmeister und zweifache Olympiasieger Langen war insgesamt seit über 30 Jahren im deutschen Bobsport aktiv. 

Über die Nachfolge soll bei der gerade laufenden Trainerratssitzung diskutiert werden. Als sicherer Kandidat für die Nachfolge gilt der 42-jährige Rene Spies, der bereits seit 2012 als Bundestrainer an Langens Seite arbeitete.

Zukunft in der Schweiz

Langen war in der vergangenen Woche als Berufssoldat in Pension gegangen. Er war von der Bundeswehr freigestellt und vom BSB teilweise finanziert worden. Nun hätte er vom Verband voll bezahlt werden müssen. "An finanziellen Dingen ist es nicht gescheitert. Zwischen BSD und Christoph passt nicht viel dazwischen, er hat enorm viel für den Verband geleistet", betonte Schwab.

"Leider hatte er nicht überall so viel Rückendeckung, was sich auch auf seinen Gesundheitszustand ausgewirkt hat." Langen wird künftig als Nachwuchstrainer in der Schweiz arbeiten.

"Einen Diplomaten werden wir aus Christoph nicht mehr machen"

Damit wird der 54-Jährige auch die Schmach von Sotschi nicht tilgen können. In elf Monaten steigt in der Olympia-Stadt von 2014 die Bob-WM. Langen setzte vor allem der Dauerstreit mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten in Berlin (FES) zu sehr zu. Laut Schwab hatte sich die Situation wieder zugespitzt, die FES drohte sogar mit einem Ausstieg aus der Bobentwicklung und forderte eine Rückkehr von Matthias Höpfner - Leiter der AG Technik - ins Weltcup-Team.

Sturkopf Langen, der früher seine Bobs selbst baute, und gegen seinen Oberhofer Dauerrivalen André Lange praktisch auch gegen die FES schraubte, nutzte die Partnerschaft mit der staatlich geförderten Materialschmiede nicht optimal aus. Vor allem mit FES-Cheftechniker Michael Nitsch lag er nie auf einer Wellenlänge.

"Einen Diplomaten werden wir aus Christoph nicht mehr machen", sagte Schwab, der oft genug für seinen ehrgeizigen Cheftrainer den Kopf hinhalten musste.

Große Verdienste

Langen hat viel erreicht seit 2010. Er einte die Bobpilotinnen um Turin-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis. Zudem führte er die bislang startschwachen Frauen durch gezieltes Training bis zum WM-Sieg von Anja Schneiderheinze/Annika Drazek und schaffte den Generationswechsel.

Auch bei den Männern sorgte er mit klugen und teamübergreifenden Anschieber-Rotationen für ein neues Wir-Gefühl und eine unberechenbare Breite an deutschen Siegfahrern um Weltmeister Francesco Friedrich und Gesamtweltcupsieger Maximilian Arndt.

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