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Rechtsstreit nach Doping-Sperre  

Pechstein zieht vor Bundesverfassungsgericht

12.07.2016, 17:51 Uhr | dpa, sid

Pechstein zieht vor Bundesverfassungsgericht. Seit Jahren prozessiert Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein gegen den internationalen Eisschnelllauf-Verband. Nun geht es es vor dem Bundesverfassungsgericht in die nächste Runde. (Quelle: dpa)

Seit Jahren prozessiert Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein gegen den internationalen Eisschnelllauf-Verband. Nun geht es es vor dem Bundesverfassungsgericht in die nächste Runde. (Quelle: dpa)

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein will sich im Rechtsstreit infolge ihrer Doping-Sperre aus dem Jahr 2009 weiter nicht geschlagen geben. Nach ihrer Niederlage vor dem Bundesgerichtshof (BGH) am 7. Juni zieht die 44-Jährige wie angekündigt vor das Bundesverfassungsgericht.

"Ich habe immer betont, dass Aufgeben für mich keine Option ist. Zwar war das BGH-Urteil ein äußerst brutaler Schlag für mich, der mir arg zugesetzt hat. Dennoch werde ich den Kampf um Gerechtigkeit bis zum Ende fortsetzen", sagte Pechstein. Nur so könnten "die Betrüger von der ISU für das Unrecht, das sie mir angetan haben, zur Rechenschaft gezogen werden".

Sportlerin sieht Grundrechte verletzt

Wie Pechstein erklärte, habe das BGH-Urteil ihre Grundrechte auf Berufsfreiheit und den Anspruch auf den gesetzlichen Richter verletzt. Eingereicht wurde ihre Verfassungsbeschwerde von Christian Kirchberg, Experte für Verfassungsrecht. Pechsteins Anwälte legten beim BGH zudem eine sogenannte Anhörungsrüge ein. Darin machen sie geltend, dass sie ihre Argumente in dem Zivilverfahren nicht richtig gehört oder bewertet sehen. Die Rüge ist eine Voraussetzung für die Verfassungsbeschwerde.

Das höchste deutsche Zivilgericht hatte vor gut einem Monat die Schadenersatzklage von Pechstein wegen ihrer Doping-Sperre gegen die internationale Eislaufunion (ISU) zurückgewiesen. Gegen die Berlinerin war 2009 eine zweijährige Sperre wegen erhöhter Blutwerte verhängt worden. Die Sportlerin führte die Werte stets auf eine von ihrem Vater vererbte Anomalie zurück und wurde in dieser Einschätzung von führenden Hämatologen bestätigt.

Durch alle Instanzen

Pechstein war bereits 2009 erfolglos gegen die Sperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS vorgegangen und hatte gegen diese Entscheidung in der Folge vor mehreren Zivilgerichten geklagt. Im Kern geht es in dem Rechtsstreit also um die Frage, ob Sportler in Deutschland eine Wahlmöglichkeit zwischen Sportschieds- und Zivilgerichten haben. Pechstein hat bereits angekündigt, zur Not bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen zu wollen.

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