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Eisschnelllauf: Zwei Podestplätze für Ihle - Pechstein hinter Kraus

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Eisschnelllauf  

Zwei Podestplätze für Ihle - Pechstein hinter Kraus

29.01.2017, 17:54 Uhr | dpa

Eisschnelllauf: Zwei Podestplätze für Ihle - Pechstein hinter Kraus. Nico Ihle (l) freut sich über seinen dritten Platz beim Weltcup.

Nico Ihle (l) freut sich über seinen dritten Platz beim Weltcup. Foto: Soeren Stache. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Erst ärgerte er sich noch über seinen Fehler über 500 Meter, doch dann sorgte ein erneuter Podestplatz in Berlin für Hochstimmung bei Nico Ihle.

"Jetzt reise ich mit bester Laune zur WM nach Südkorea", formulierte der 31-jährige Chemnitzer strahlend nach seinem dritten Platz zum Abschluss des Eisschnelllauf-Weltcups in der Hauptstadt. Zum Auftakt hatte er über 500 Meter den dritten Weltcupsieg seiner Karriere geschafft.

"Das war das bisher stärkste Wochenende meiner Karriere, obwohl mir das harte Training der letzten Wochen noch in den Knochen steckte", meinte der deutsche Hoffnungsträger. Auch Cheftrainer Jan van Veen verbreitete Optimismus. "Nico kann zwei Medaillen bei der WM gewinnen", meinte der Niederländer. Seine beste Weltcup-Platzierung der Saison über 1000 Meter in der Topzeit von 1:09,34 Minuten bildete den idealen Schlusspunkt unter die WM-Generalprobe, die mit vier Plätzen in den Top acht ein Mammutprogramm für Ihle bereit hielt.

Über die zweiten 500 Meter war er wegen eines Zwischenschritts vor der Zielkurve in 35,14 Sekunden Achter geworden. In der Weltcupwertung behauptete Ihle (308 Punkte) aber Rang drei hinter dem in 34,81 Sekunden erfolgreichen Ruslan Muraschow aus Russland (445) und dessen Landsmann Pawel Kulischnikow (425). Über 1000 Meter schob er sich auf Platz fünf vor.

Der Sachse trägt nun die größten Medaillenhoffnungen des deutschen Teams bei den in zehn Tagen beginnenden Einzelstrecken-WM auf der Olympia-Bahn im südkoreanischen Gangneung. Insgesamt sechs Medaillenchancen hat Sportdirektor Robert Bartko dafür ausgemacht. "Aber es können auch nur ein oder zwei, oder sogar gar keine Medaille werden. Aber das ist natürlich nicht unser Anspruch", sagte er.

Ob auch die 44 Jahre alte Claudia Pechstein zu den Kandidaten auf eine WM-Medaille gehört, ist derzeit völlig ungewiss. Wegen muskulärer Dauer-Probleme im linken Oberschenkel sieht sie ihren Start in Gefahr. "Im Moment weiß ich noch nicht, ob ich dort starten kann. Ich werde mich am Montag sofort wieder in medizinische Behandlung begeben", sagte die Olympiasiegerin nach ihrem neunten Platz über 3000 Meter. Bereits zuvor hatte sie das Rennen über 1500 Meter wegen der gesundheitlichen Probleme abgesagt.

In 4:07,32 Minuten musste sich Pechstein erstmals bei einem Weltcuprennen der Berlinerin Bente Kraus beugen, die in 4:06,70 Minuten Siebte wurde. "Die Zeit und der Platz haben heute bei mir nicht im Vordergrund gestanden", sagte Pechstein. Seriensiegerin Martina Sablikova aus Tschechien (4:02,38) musste gegen die Niederländerin Ireen Wüst (4:01,77) ihre erste Saison-Niederlage einstecken, sicherte sich aber vorzeitig den Gesamt-Weltcup auf den Langstrecken.

Auch Patrick Beckert, der nach etwas verschlafenem Start in 4:19,34 Minuten seine beste 5000-Meter-Zeit in Berlin lief und als Fünfter nur um 1,35 Sekunden den dritten Rang verpasste, hofft in Südkorea auf einen Podestplatz. "Ich bin froh zu jenen Top-Athleten zu gehören, die in Korea um die Medaillen laufen", meinte der Erfurter, der von der WM in Kolomna 2016 zwei vierte Plätze mit nach Hause gebracht hatte.

Beckert trainiert wie die Ihle-Brüder und Pechstein nicht nach dem Trainingskonzept des neuen Cheftrainers Jan van Veen. Der Niederländer war von der Leistung einiger von ihm betreuter Athleten enttäuscht. "Gerade beim Heim-Weltcup hätte ich auf einigen Strecken mehr erwartet". Nur Bente Kraus und Joel Dufter (10. über 1000 Meter) gelangen Top-Ten-Platzierungen.

"Mit vielen Leistungen können wir noch nicht zufrieden sein", urteilte auch Bartko kritisch mit Blick auf einige Inzeller Top-Läufer. Vor allem Moritz Geisreiter enttäuschte als 14. über 5000 Meter auf der ganzen Linie. "Es hat ganz lange gebraucht, ganz unten zu sein. Und genauso lange wird es brauchen, um wieder ganz nach oben zu kommen", hatte van Veen schon vor den Heimrennen angemerkt.

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