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Saison-Aus für Svindal besiegelt

03.12.2007, 16:04 Uhr | dpa

Aksel Lund Svindal (Foto: dpa)Aksel Lund Svindal (Foto: dpa) Für Gesamtweltcupsieger Aksel Lund Svindal ist die alpine Ski-Weltcup-Saison zu Ende. Nach seinem schweren Trainingssturz beim Abfahrtstraining im amerikanischen Beaver Creek ist der Doppel-Weltmeister zwar auf dem Weg der Besserung, doch an ein Comeback in der laufenden Saison ist für den Topfavoriten auf den Gesamtsieg nicht mehr zu denken. Wie Teamarzt Ola Rønsen der Nachrichtenagentur NTB in Oslo mitteilte, sei völlig sicher, dass die Saison für den 24-Jährigen beendet ist.

Unterleibsverletzung problematisch

Ursache für das Weltcup-Aus dürfte die Unterleibsverletzung Svindals sein, deren Diagnose nach wie vor noch nicht genau bekannt ist. Svindal hatte sich in der vergangenen Woche bei einem Trainingssturz mehrere Knochenbrüche im Gesicht und eine große Fleischwunde in der Leistengegend oder am Gesäß zugezogen. Möglicherweise wurden dabei tiefer liegende Strukturen verletzt.

Heilungsverlauf im normalem Bereich

Vorjahressieger Svindal, der mit zwei Saisonsiegen gestartet und Topfavorit für die Gesamtwertung war, sollte zu Wochenbeginn zunächst weiter auf der Intensivstation bleiben. Der Heilungsverlauf sei im normalen Bereich, sagte Rønsen, der keine Angaben zur diagnostizierten Verletzung des prominenten Patienten machte.

"Er wird dem Skisport fehlen"

Von den Ski-Kollegen gab es jede Menge Genesungswünsche für den im US-Bundesstaat Colorado vier Stunden lang operierten Svindal, der von seinem Nationalteam im Krankenhaus besucht wurde. "Er wird dem Skisport fehlen. Er ist wahnsinnig nett", sagte der Partenkirchener Felix Neureuther über den Topfavoriten auf den Gesamtsieg. "Aksel wäre unschlagbar in diesem Winter gewesen. Ich wünsche ihm sehr, dass er bald zurückkommt." Der nach einem Motorradunfall selbst lange verletzte österreichische Skistar Hermann Maier bedauerte den Ausfall Svindals: "Das ist sehr tragisch, wenn man in so einer Bombenform ist."

Sicherheit wieder in der Diskussion

Rønsen erwartet, dass Svindal mindestens noch eine Woche im Krankenhaus bleibt. "Es würde uns freuen, wenn er am Ende der Woche heimreisen könnte. Aber wir werden das Entlassungsdatum nicht forcieren", sagte der norwegische Arzt. Seit der Verletzung von Svindal wird wieder mehr über die Sicherheit der Athleten diskutiert. Rønsen machte sich für die Einführung eines Schutzanzuges stark. "Ich wünsche mir einen Dress, der die Pulsadern in den Leisten, Achselhöhlen und auch am Hals schützt", sagte der Mediziner.

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