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Riesch nervt Gerede vom Gesamt-Weltcup

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Ski alpin - Weltcup-Super-G in Cortina d' Ampezzo  

Riesch nervt Gerede vom Gesamt-Weltcup

20.01.2008, 14:53 Uhr | sid, dpa

Maria Riesch (Foto: dpa)Maria Riesch (Foto: dpa) Die Österreicherin Maria Holaus hat beim Super-G im italienischen Cortina d' Ampezzo den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere gefeiert. Die 24-Jährige benötigte 1:24,63 Minuten und war damit 0,23 Sekunden schneller als die US-Amerikanerin Julia Mancuso. Dritte wurde die Österreicherin Nicole Hosp, die mit ihrem fünften Podestplatz der Saison ihre Führung im Gesamtweltcup ausbaute. Maria Riesch war 97 Hundertstelsekunden langsamer als Holaus und verpasste eine Top-10-Platzierung. Als Dritte des Gesamt-Klassements verlor die 23-Jährige wertvollen Boden auf Hosp. Gina Stechert kam nicht ins Ziel.

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Nur noch Vierte

Im Kampf um die begehrte große Kristallkugel bedeutete das Rennwochenende im italienischen Cortina d"Ampezzo einen Rückschlag für DSV-Allrounderin Riesch. Nur die Ränge zehn und 18 schauten heraus. Im Gesamt-Weltcup fiel der Verletzungs-Pechvogel der vergangenen Jahre auf Platz vier zurück. "Ich ärgere mich über die verlorenen Punkte", bemerkte Riesch etwas enttäuscht. In Führung blieb Hosp. Die Titelverteidigerin hat 759 Punkte, auf Rang zwei liegt Abfahrtssiegerin Lindsey Vonn aus den USA (683) vor Mancuso (639) und Riesch (613). Die kündigte für den Super-G am 21. Januar Wiedergutmachung an. "Ich lasse mich bestimmt nicht runterziehen und werde es besser machen", klang es kampfesmutig.

Riesch: "Die Niki ist fast nicht zu stoppen"

Ihr österreichischer Cheftrainer Mathias Berthold sprach hingegen von einer verpassten Chance: Hosp hatte die Abfahrt ausgelassen und litt im Super-G wie Riesch unter dem bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen weich gewordenen Schnee. Doch Hosp trotzte den Bedingungen, während Riesch patzte. "Vielleicht ist es aber auch positiv, dass mich jetzt nicht mehr jeder auf den Gesamt-Weltcup anspricht", sagte Riesch: "Die Niki ist ohnehin fast nicht zu stoppen." Das Thema Kristallkugel war ihr in den vergangenen Tagen sichtlich auf die Nerven gegangen. "Die holt man nicht dadurch, dass man ständig darüber redet", hatte sie erkannt.

Nur in der Abfahrt einigermaßen unterwegs

Gutes Skifahren hilft jedoch, Riesch glückte es aber nur in der Abfahrt leidlich. "Ich bin echt happy über Platz zehn", sagte sie noch am 19. Januar, als sie ihre völlig verpatzte Trainingsfahrt mit einem couragierten Rennen vergessen machte. An die Spitze kam sie freilich nicht heran: Ihre Freundin Vonn war in 1:36,70 Minuten 1,68 Sekunden schneller als Riesch und eroberte den vierten Saisonsieg vor Anja Pärson aus Schweden (0,83 Sekunden zurück) und der Kanadierin Emily Brydon (1,20). Stechert kam auf Position 22.

Größere Fehler nicht zu erkennen

Beim Super-G fuhr Riesch "eigentlich ohne größeren Fehler" zu Tal, wie sie meinte. Doch der von Hosp als schmierig bezeichnete Schnee machte ihr zu schaffen und erklärte auch den überraschenden Sieg von Holaus in 1:24,63 Minuten, die mit Startnummer eins eine viel bessere Piste vorfand. Riesch hatte Nummer 21, "das Podium war aber trotzdem noch drin", sagte sie - und Hosp bewies es mit der Nummer 16 (0,28 Sekunden zurück) ebenso wie Mancuso (19/0,23).

Jugend forscht weiter

Auch für die jungen deutschen Fahrerinnen lief es nicht nach Wunsch. Stechert schied im Super-G aus, Viktoria Rebensburg wurde 34., und Kathrin Hölzl fuhr nach ihrem Scheitern bei der Abfahrt auf Platz 48. "Das geht sicher besser", sagte Berthold. Am 21. Januar wollen Riesch und Co. auf der "Olympia delle Tofane" ihr Können zeigen. "So schlecht bin ich sicher nicht", sagte Riesch.

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