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Lanzinger-Unfall: FIS-Renndirektor wehrt sich gegen Kritik des ÖSV

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Ski alpin  

FIS-Renndirektor wehrt sich gegen Kritik

06.03.2008, 12:04 Uhr | sid, dpa

Günther Hujara (Foto: imago)Günther Hujara (Foto: imago) Der deutsche FIS-Renndirektor Günther Hujara hat sich nach dem Unfall des Ski-Rennläufers Matthias Lanzinger deutlich gegen die Vorwürfe aus Österreich zur Wehr gesetzt. Hujara sprach von "Hetzkampagnen" und einem "regelrechten Kesseltreiben". Lanzinger musste nach einem schweren Sturz am Sonntag im norwegischen Kvitfjell der linke Unterschenkel amputiert werden.

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Lanzingers Zustand gebessert

Der 27-Jährige sollte bereits am Donnerstag von Oslo nach Salzburg verlegt werden. "Nach dem, was in den letzten Tagen alles passiert ist, hat sich der Zustand von Matthias erfreulicherweise deutlich verbessert. Er ist sehr gut ansprechbar und hat auch eine Kleinigkeit gegessen", sagte Markus Wegscheider, Teamarzt des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV). Allerdings sei es "eine furchtbare Situation gewesen, ihm das sagen zu müssen. Er war zutiefst erschüttert. Es war für uns alle irrsinnig schwer, und es war wahnsinnig traurig", erklärte Wegscheider.

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Hujara: "Das ist Polemik hoch zehn"

Derweil bestritt Hujara Vorwürfe aus Österreich, der Ski-Weltverband FIS habe bei der Erstversorgung von Lanzinger Fehler gemacht. "Das ist Polemik hoch zehn, was da teilweise abläuft. Langsam wird es zur Farce, was aus allem gemacht wird", sagte er dem "Münchner Merkur". Hujara kritisierte die unsachlich geführte Debatte, in die sich sogar Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer eingeschaltet hatte. Dieser hatte die Sicherheitsvorkehrungen als schockierend bezeichnet. "Dass sich Gusenbauer so aus dem Fenster lehnt, dafür habe ich kein Verständnis", sagte Hujara.

Ärger über wiederholte Grundsatzfragen

Er betonte, dass von Seiten der FIS alles unternommen werde, um die Gesundheit der Rennläufer zu schützen: "Wir tun unser Bestmögliches, um Stürze zu verhindern. Dass wir sie nicht hundertprozentig verhindern können, ist auch klar." Den FIS-Renndirektor stört vor allem, dass nach jedem Sturz "die grundsätzliche Frage nach dem Skirennsport gestellt wird. Diese Schizophrenie der Diskussion ist nicht mehr verantwortbar. Fragen sie doch mal nach, warum die Leute den Skisport anschauen. Und warum ihn manche betreiben. Alle wissen, dass es eine Sportart ist, in der etwas passieren kann."

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