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Ski alpin  

Lanzinger klagt auf Schadenersatz

26.11.2008, 15:20 Uhr | dpa

Matthias Lanzinger wird nach seinem Sturz in Norwegen eine Schadenersatzklage einreichen. (Foto: imago)Matthias Lanzinger wird nach seinem Sturz in Norwegen eine Schadenersatzklage einreichen. (Foto: imago) Im Fall des nach seinem tragischen Unfall im März unterschenkelamputierten Skirennfahrers Matthias Lanzinger droht ein langwieriger Rechtsstreit. Der 27 Jahre alte Österreicher verklagt neben dem Internationalen Skiverband (FIS) auch den Rennveranstalter des Super-G in Kvitfjell sowie ein Krankenhaus in Oslo.

Wie sein Anwalt Manfred Ainedter mitteilte, werde er in Norwegen eine Schadenersatzklage mit einem Streitwert von "mindestens 100.000 Euro" einreichen.

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Verdienstausfall steht im Mittelpunkt

"Verklagt werden die FIS, der norwegische Veranstalter und das Spital in Oslo, wo mein Mandant kunstfehlerhaft behandelt worden ist", sagte Ainedter. Die Klage enthalte zudem die Forderung nach Feststellung aller möglicher zukünftiger Schäden. Hierbei ginge es vor allem um Verdienstausfälle.

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FIS weist Forderungen zurück

Von der FIS hatte Ainedter in einem Schreiben bereits Ende Oktober Schadenersatz für Lanzinger verlangt. Grundlage war ein von Ainedter in Auftrag gegebenes Gutachten des Münchner Gefäßchirurgen Bernd Steckmeier, das Fehler in der Versorgung Lanzingers aufzeigen soll. Daraufhin habe er lediglich einen Brief von der Haftpflichtversicherung des Verbandes erhalten, in dem diese die Forderungen zurückweist. Es lägen "keine haftungsbegründenden Sachverhaltselemente vor, welche einen Schadenersatzanspruch (...) gegenüber der FIS erkennen lassen", heißt es in dem Schriftstück. Die Verantwortung liege vielmehr beim Veranstalter.

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Lange juristische Auseinandersetzung "unbefriedigend"

"Ich bin empört, dass auf konkrete Vorwürfe des Sachverständigen seitens der FIS mit keinem Wort eingegangen wird", sagte Ainedter. Lanzinger selbst bezeichnete die Aussicht auf eine sich hinziehende juristische Auseinandersetzung als "unbefriedigend, wenn solch klare Tatsachen auf dem Tisch liegen und die FIS sich jetzt einfach abputzt". Zudem warf Lanzinger dem Verband vor, die Sicherheit im Ski-Weltcup "immer nur nach schlimmen Geschehnissen, wenn Missstände auffliegen", zu überdenken.

Rechtsstreit an mehreren Fronten

Nachdem Ainedter Ende Oktober betont hatte, seine Forderungen in einem drohenden Verfahren in erster Linie an die FIS zu richten, kündigte er nun doch einen Rechtsstreit an mehreren Fronten an. Denn es ließe sich im Nachhinein nicht mehr präzise feststellen, zu welchen Anteilen die FIS, der Veranstalter oder das Osloer Krankenhaus Schuld an der Schädigung Lanzingers tragen. "Es liegt eine summierte Kausalität vor, wobei in diesem Fall Solidarhaftung eintritt", sagte Ainedter

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