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"Das aktuelle Sportstudio": Lanzinger gewinnt mit Prothese an der Torwand

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Ski alpin  

Lanzinger gewinnt mit Prothese an der Torwand

30.11.2008, 14:41 Uhr | t-online.de, dpa

Österreichs ehemaliger Skistar Matthias Lanzinger am 29. November als Gast im ZDF-"Sportstudio. (Foto: imago)Österreichs ehemaliger Skistar Matthias Lanzinger am 29. November als Gast im ZDF-"Sportstudio. (Foto: imago) Ex-Nationalspieler Dieter Hoeneß staunte nicht schlecht und applaudierte, als Matthias Lanzingers fünfter Versuch satt oben links einschlug: Die ehemals größte österreichische Skihoffnung versenkte anlässlich seines Besuchs im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF an der legendären Torwand den Ball - mit seiner Unterschenkelprothese. Das gab es in der Geschichte der Sendung noch nie. Der historische Treffer genügte Lanzinger zum Sieg und krönte einen sympathischen Auftritt.

Hertha-Manager Hoeneß - von keinerlei Handicap beeinträchtigt - ging bei sechs Versuchen ebenso leer aus wie der 18-jährige Zuschauerkandidat Daniel Schleher aus Aldingen.

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Springen geht noch nicht

Erster Gratulant Lanzingers war der geschlagene 127-malige Bundesliga-Torschütze Hoeneß: "Sehr stark." Das Schießen also klappt schon bestens, wobei das künstliche Körperteil sogar hilft: "Beim Schießen tue ich mich damit fast leichter, weil ich sonst mit dem Standbein Probleme habe", bemerkte Lanzinger. An der Torwand trifft er, aber "Laufen, harte Belastungen, Sprünge gehen zur Zeit noch nicht. Das wird noch einige Monate dauern, bis ich meine endgültige Prothese habe".

Endlich wieder die Skier unterschnallen

Demnächst möchte sich der seit seinem fürchterlichen Sturz im norwegischen Kvitfjell im März ohne linken Unterschenkel bewegende 27-Jährige auch wieder auf seine geliebten Bretter stellen. Allerdings fern jeglichen Wettkampfcharakters, sondern allein aus der puren Freude am Schnee und dem Schwingen heraus.

Kein Gefühl von Wehmut

Lanzinger, der den Internationalen Skiverband (FIS), den Renn-Veranstalter und das Krankenhaus in Oslo wegen folgenschwerer Versäumnisse bei seinem Abtransport ins Klinikum auf Schadenersatz verklagt, kehrte zum Auftakt dieser alpinen Ski-Weltcup-Saison als TV-Experte an die Rennpiste zurück. "Ich habe an das Jahr davor gedacht. Es war aber nicht Wehmut dabei, sondern ich habe an die schöne Zeit gedacht", sagte der Salzburger.

Student der Betriebswirtschaftslehre

Positive Gedanken, Bilder und Momente, an die sich der Student der Betriebswirtschaftslehre mit Freuden erinnert, schenken dem einstigen Junioren-Weltmeister und Europacup-Champion die Kraft, sein Schicksal zu meistern. Deshalb sei er auch bislang nie in ein Loch gefallen. Vielmehr arbeitet Lanzinger im Rahmen seines begonnenen Studiums darauf hin, dereinst ins Sport- und Eventmanagement einzusteigen.

Die Versäumnisse der FIS

Seinen verhängnisvollen Sturz im 39. Weltcuprennen, der in der Sendung nicht gezeigt wurde, hat sich Lanzinger noch nicht angeschaut. "Mein Leben hat derzeit kein Vakuum und ist gut eingeteilt. Um die Bilder zu sehen, will ich mir Zeit nehmen", erklärte der Geschädigte. "Ich habe nicht irrsinnig Angst davor, aber ich will mir Zeit nehmen, um das auf mich wirken zu lassen." Was dieses Ereignis einmal mehr verdeutlicht habe, sei, dass die FIS zwar für die Sicherheit der Fahrer auf der Piste in den letzten Jahren eine ganze Menge geleistet habe. Nicht Schritt gehalten hätte aber das Drumherum der Vorsorge- und Versorgemaßnahmen der Veranstalter.

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