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Maria Riesch fährt mit einem Traumlauf zur Goldmedaille

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Ski alpin  

Maria Riesch fährt mit einem Traumlauf zur Goldmedaille

14.02.2009, 15:28 Uhr | dpa

Maria Riesch feiert ihre Goldmedaille im WM-Slalom. (Foto: AP)Maria Riesch feiert ihre Goldmedaille im WM-Slalom. (Foto: AP) Als Maria Riesch von den Teamkolleginnen auf Schultern durch den Zielraum getragen wurde, war der ersten deutschen Slalom-Weltmeisterin seit 33 Jahren längst ein "Felsbrocken vom Herzen" gefallen: Mit einem couragiertem zweiten Lauf hat Riesch ihren WM-Fluch von Val d'Isère besiegt und sich im Stile eines Champions doch noch die ersehnte Medaille geholt.

Dass es gleich noch zur Goldenen reichte, machte den letzten WM-Tag der Partenkirchenerin perfekt. "Wahnsinn, ich hätte es selber nicht mehr für möglich gehalten. Ich bin Weltmeisterin, das ist der Hammer", sagte Riesch, nachdem sie mit Nerven wie Drahtseilen und Bestzeit im zweiten Lauf von Rang sechs auf eins vorgefahren war. Silber holte die 2007er Weltmeisterin Sarka Zahrobska aus Tschechien, Dritte wurde Tanja Poutiainen aus Finnland.

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Zweites deutsches Gold in Val d'Isere

"Das war allerhöchste sportliche Klasse, was sie gezeigt hat", schwärmte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. Der ganz große Druck war vom Team durch den Weltmeister-Titel von Kathrin Hölzl abgefallen, nun reichte es dank Riesch erstmals seit 16 Jahren wieder zu zwei Weltmeistern bei einem Titelkampf. "Das war überdimensional gut für uns", meinte Maier. Fanny Chmelar mit ihrem besten Slalom-Ergebnis als Achte und Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl als 18. rundeten das gute Teamergebnis des Deutschen Skiverbands ab.

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Mölgg und Vonn stürzen in Durchgang zwei

Dass die erste deutsche Torlauf-Weltmeisterin seit Rosi Mittermaier 1976 in Innsbruck - damals zählte Olympia-Gold als WM-Titel - auch vom Ausfall-Pech der führenden Italienerin Manuela Mölgg und der dahinter liegenden Lindsey Vonn profitierte, konnte ihren Stolz nicht schmälern. "Das war nicht durch Glück oder Zufall. Ich habe einen guten zweiten Lauf gezeigt und die anderen haben Nerven gezeigt", sagte Riesch. Die 24-Jährige hatte sich mit Zimmergenossin Hölzl in der gemeinsamen Weltmeister-Stube auf ihren letzten WM-Wettkampf eingestimmt. Blumen bekam Riesch am Valentinstag von Nicolas Sarkozy - Frankreichs Staatspräsident überreichte Riesch den Siegerstrauß.

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Druck war enorm groß

Nach einem schmerzhaften Trainingssturz, der als Vierte knapp verpassten Kombi-Medaille und den enttäuschenden Plätzen 8, 10 und 28 in Super-G, Abfahrt und Riesenslalom war Maria Riesch die Erleichterung anzumerken. "Ich habe gewusst, dass der Druck im Slalom riesengroß sein würde. Alle haben gehofft, dass ich eine Medaille hole - auch ich selber", meinte sie. Vier Weltcup-Slaloms hatte Riesch zuvor in Serie gewonnen, doch bei dieser WM musste sie bis zum letzten Rennen auf den ersehnten Erfolg warten.

Schwer gesteckter 2. Durchgang

"Es hat selten so eine verdiente Weltmeisterin gegeben wie sie", sagte Cheftrainer Mathias Berthold, der vor dem entscheidenden Lauf nicht zu optimistisch war: "Als ich den zweiten Durchgang besichtigt hatte, habe ich gesagt, um Gottes Willen, was für ein schwerer Lauf."

Vonn freut sich mit Riesch

Pech hatte die wegen einer Daumen-Verletzung mit Schiene gestartete Doppel-Weltmeisterin Lindsey Vonn, die nach einem Sturz ausschied. "Aber sie freut sich für mich", sagte Riesch, die ihre Freundin noch im Ziel versöhnlich in den Arm genommen hatte. Auch Susanne Riesch wurde durch die Goldfahrt der großen Schwester für ihren Einfädler im ersten Lauf entschädigt. "Das ist mehr als verdient für sie und ich habe es schon nach dem ersten Lauf gesagt", sagte sie, bevor sie "Maria die Große" zusammen mit Fanny Chmelar auf Schultern durchs Ziel trug.

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