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Ski alpin: Matthias Lanzinger kehrt an den Unfallort zurück

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Ski alpin  

Rückkehr an Unfallort: Keine Wehmut bei Lanzinger

04.03.2009, 12:21 Uhr | dpa

Blickt nur nach vorne: Matthias Lanzinger (Foto: imago)Blickt nur nach vorne: Matthias Lanzinger (Foto: imago) Erstmals seit dem schweren Unfall von Matthias Lanzinger vor einem Jahr kehrt der alpine Ski-Weltcup ins norwegische Kvitfjell zurück - und auch der unterschenkelamputierte Skirennfahrer selbst soll dabei sein. Als TV-Experte für das österreichische Fernsehen kommentiert der 28-Jährige die Rennen auf der Strecke, auf der seine Karriere vor zwölf Monaten auf so tragische Weise endete.

Beim Super-G am 2. März 2008 hatte der Österreicher sich bei einem Sturz einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch sowie schwere Gefäßverletzungen zugezogen. Trotz mehrerer Not-Operationen in der Nacht konnte das linke Bein nicht mehr gerettet werden.

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"Ich habe an die schöne Zeit gedacht"

Wenn Lanzinger am Donnerstag in Skandinavien ankommt, wird er vermutlich noch mehr an die Vergangenheit denken als beim Saisonstart. In Sölden weilte er im Oktober erstmals wieder im Kreis der Ex-Kollegen. "Ich habe an das Jahr davor gedacht. Es war aber nicht Wehmut dabei, sondern ich habe an die schöne Zeit gedacht", schilderte der Salzburger später sein Gefühlsleben vom Weltcup-Auftakt.

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Erste Schwünge mit Spezial-Prothese

Mittlerweile stand er sogar auch schon wieder auf Skiern. Im Rahmen der diesjährigen Hahnenkamm-Rennen auf der Kitzbüheler Streif fuhr der Österreicher mit einer extra angefertigten 4500 Euro teuren Spezial-Prothese die ersten Schwünge seit seinem schlimmen Sturz. "Das ist ein wunderbares Gefühl, das ist mit nichts zu vergleichen. Das ist ein Quantensprung."

Es geht um mindestens 100.000 Euro

Der Schritt ins neue Leben ist Lanzinger gelungen, dabei ist das "alte" noch nicht komplett abgeschlossen. Immer noch steht die Schadensersatzforderung gegen den Internationalen Skiverband FIS, den Rennveranstalter und die Osloer Klinik im Raum. Von "mindestens 100.000 Euro" sprach Lanzingers Anwalt Manfred Ainedter beim Bekanntwerden der Forderung im vergangenen Jahr. Diese begründete er auf einem Gutachten, das Fehler in der Versorgung aufzeigen soll.

Sturz hat in Punkto Rettung viel bewirkt

Anders als bei den schweren Unfällen von Scott Macartney (USA) und Daniel Albrecht (Schweiz) im vergangenen und in diesem Jahr in Kitzbühel hatte es an Lanzingers Versorgung viel Kritik gegeben. "Ich hatte alles Glück dieser Welt und kann deshalb nur hoffen, dass es künftig überall so ist wie bei mir in Kitz und nicht wie bei Matthias in Norwegen", sagte auch Macartney. Rettungs- und Medizin-Protokolle wurden in Folge des Sturzes angepasst. Auch bei den Streckeninspektionen gab es Änderungen. So wurde der Wengen-Zielsprung, bei dem 1991 der Österreicher Gernot Reinstadler ums Leben gekommen war, entschärft.

Einen Totalschutz gibt es nicht

Jahr für Jahr haben sich die Sicherheitsstandards im Weltcup verbessert, doch auszuschließen sind Unfälle wie der von Lanzinger oder dem jüngst von Albrecht in Kitzbühel nie. "Stürze wird es immer wieder geben. Es ist ein Zirkus, eine Show", sagte Lanzinger, nachdem er im Kitzbüheler Zielraum den Unfall vom mittlerweile aus dem künstlichen Koma erwachten Albrecht gesehen hatte. Und auch FIS- Renndirektor Günter Hujara wird nicht müde, auf die Gefahren der Hochrisiko-Sportart hinzuweisen. "Wir können den Berg nicht in Watte packen", hatte Hujara vor der Saison betont - einen Totalschutz gibt es nicht.

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