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Ski alpin: Riesch gibt durch schweren Fahrfehler im Super-G Führung im Gesamt-Weltcup an Vonn ab

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Ski alpin  

Riesch verliert Gesamtführung - Vonn nicht zu stoppen

22.01.2010, 12:26 Uhr | dpa

Maria Riesch fährt im Super-G von Cortina d'Ampezzo nur hinterher. (Foto: dpa)Maria Riesch fährt im Super-G von Cortina d'Ampezzo nur hinterher. (Foto: dpa) Maria Riesch hat die Führung im Gesamtklassements im alpinen Ski-Weltcup wieder hergeben müssen. Die Deutsche verpasste im italienischen Cortina d'Ampezzo eine Top-Ten-Platzierung im Super-G und musste die siegreiche Amerikanerin Lindsey Vonn erneut an sich vorbeiziehen lassen.

Für Vonn war es der siebte Sieg im Olympia-Winter. Zweite wurde die Schweizerin Fabienne Suter, Dritte die Schwedin Anja Pärson.

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Riesch: "Monsterbock!"

Ihren eigenen "Monsterbock" fand Riesch ärgerlich, die überragende Speedform ihrer Rivalin Vonn erschien der Slalom-Weltmeisterin fast schon gespenstisch. "Ich weiß auch nicht, was sie anders macht. Das hat heute gar nicht so schnell ausgesehen", sagte die Allrounderin nach ihrem enttäuschenden 15. Super-G-Platz bei Vonns siebtem Saisonsieg im Olympia-Winter. "Aber das ist gerade das Beängstigende, wenn man gar nicht groß sieht, warum sie so schnell ist." Dass die Freundin ihr zudem auch die Führung im Gesamtweltcup wieder abjagte, nahm die 25-Jährige hin: "So wie ich hier schwächele, schwächelt Lindsey in den Technikrennen. Leider bin ich da nicht so dominant wie sie im Speed."

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Mäßiges Mannschaftsresultat

Mit Junioren-Weltmeisterin Viktoria Rebensburg als bester Deutsche auf Rang zwölf und einem 21. Platz der bislang vergeblich um die Olympia-Qualifikation kämpfenden Gina Stechert war Bundestrainer Mathias Berthold auch mit dem Teamergebnis unzufrieden. "Das war nicht gut von uns. Alle sind hinter dem zurück geblieben, was sie eigentlich können", sagte der Damen-Chefcoach, der sich neben der Stärke in den technischen Disziplinen so sehr auch im Geschwindigkeitsbereich größere Fortschritte wünscht.

Schwerer Fahrfehler

Riesch hatte ihre Ambitionen auf ihr erstes Super-G-Podium der Saison mit einem schweren Fehler zu Beginn der zweiten Streckenhälfte in den Schnee gesetzt, als sie mit guter Zwischenzeit hinter einer Kante beinahe ein Tor übersah. "Da musste ich die Ski so reinhauen, dass ich fast stehen geblieben wäre. Da ist dann so die Geschwindigkeit weg, dass mich das in der Folge bestimmt eine Sekunde gekostet hat", berichtete sie. "Ich hab mit dem Licht-Schatten-Wechsel Probleme gehabt."

In Whistler muss der Knoten platzen

Vielmehr als dieser Schnitzer machte Riesch aber die Häufung von Fehlern in der Disziplin zu schaffen, in der sie immerhin im vorletzten Winter noch die Disziplin-Wertung gewonnen hatte. In diesem Winter folgten nach einem fünften Rang Anfang Dezember in den weiteren Super-G die Plätze 21, 24 und nun 15. "Ich weiß, dass ich, wenn ich ohne größeren Fehler runterfahre, ums Podium fahren kann", klagte sie, um den Blick wieder nach vorn zu richten: "Man muss es positiv sehen, ich weiß, wenn ich ohne Fehler runter komme, bin ich vorn dabei. Ich heb mir das für die Olympischen Spiele auf."

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Vonn ist auch in der Abfahrt unschlagbar

Im Gesamtweltcup droht ihr Vonn an diesem Wochenende wieder zu enteilen. Mit dem Sieg vor der Schweizerin Fabienne Suter und Anja Pärson aus Schweden hat die 25-Jährige mit 994 Punkten nun 56 Zähler Vorsprung vor Riesch (938). Und vor dem abschließenden Riesenslalom folgt mit der Abfahrt ein weiteres Speedrennen. "Da wird Lindsey wohl wieder nicht zu schlagen sein", meinte Riesch.

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