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Ski alpin: Neureuther scheitert in Schladming früh

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Ski alpin  

Neureuther scheitert in Schladming früh

26.01.2010, 21:57 Uhr | dpa

In Schladming früh raus: Neureuther. (Foto: dpa)In Schladming früh raus: Neureuther. (Foto: dpa) Jubel bei rot-weiß-rot, frühes Rennende für Felix Neureuther: Nur 52 Stunden nach seinem Premieren-Erfolg hat der Skirennfahrer wieder die harte Seite des Ski-Weltcups gespürt. Der 25-Jährige fädelte bei der Slalom- Party im österreichischen Schladming nach nur wenigen Toren des ersten Durchgangs ein und durfte den Sieg von Reinfried Herbst (Österreich) vor über 50.000 Zuschauern nur noch von außen verfolgen.

"Ein Einfädler ist doppelt schade. Man will ja ausgerechnet hier vor dieser unglaublichen Kulisse unbedingt zwei Durchgänge fahren. Aber mit einem Kitzbühel-Sieg fällt der Ausfall leichter", sagte Neureuther. Den "Rückenwind von Kitzbühel" hatte er nicht mitnehmen müssen, die "Gänsehaut während der Fahrt" durfte er auch nicht so lange wie gewünscht auskosten.

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Österreicher Raich in der Gesamtwertung vorn

Hatte Neureuther bei seinem Erfolg beim Hahnenkamm-Slalom noch den Fehler seines bis dahin führenden Kumpels "Herbstl" bedauert, so fuhr dieser vorbei am Fahnenmeer zum neunten Weltcup-Sieg. "Ich hab im Slalom schon oft im zweiten Durchgang was verloren. Heute hab ich mir das wieder geholt. Das ist auch was für die Zukunft", sagte der 31-Jährige, der vor dem Schweizer Silvan Zurbriggen und Weltmeister Manfred Pranger (Österreich) gewann. In der Disziplin-Wertung ist Herbst wieder vorne, im Gesamtklassement baute der Österreicher Benjamin Raich mit Rang vier die Führung aus.


Nach wenigen Sekunden ist die Fahrt zu Ende

Trotz des Einfädlers fuhr der WM-Vierte Neureuther den Lauf auf der Planai noch zu Ende. "Ich war mir nicht hundertprozentig sicher und ich wollte einfach diese Stimmung mitnehmen", sagte Neureuther, der nach seinem Sieg am Ganslernhang vom Sonntag auch in den Fokus der Fans im WM-Ort von 2013 gerückt war. Dass die Fahrt dann nach wenigen Sekunden ein schnelles Ende nahm, wollte Cheftrainer Karlheinz Waibel erst gar nicht so recht glauben. Erst als ihm Alpin-Direktor Wolfgang Maier per Streckenfunk bestätigte, dass das Malheur "klar auf der Videowand" zu sehen gewesen war, nahm auch der Coach das Aus enttäuscht hin.

Mit dem Sieg in Kitzbühel Erwartungen geschürt

Maier hatte vor dem Rennen bereits gewarnt, dass für den ersten siegreichen deutschen Alpin-Herr seit fünf Jahren "die Uhr wieder bei Null steht". Dass die nächsten Erfolgs-Hoffnungen aber so schnell wieder vorbei waren, "riss keinen zu Jubelstürmen hin. Der Erfolg von Sonntag ist jetzt schon wieder Vergangenheit. Es geht sofort wieder ins Tagesgeschäft über", sagte der Alpin-Direktor. "Richtig schlimm war es heute nicht, aber angenehm war es auch nicht. Es ist ja eine gewisse Erwartung da."

Knieprobleme seit einigen Wochen

Neureuther selbst hatte seit dem Erfolg vom Sonntag «noch keine freie Minute, den Sieg wirklich zu genießen. Selbst für eine Party nicht. "Wir haben nicht so viel gefeiert, nur mit der Mannschaft alle zusammen angestoßen", sagte der 25-Jährige, der erstmals einräumte, seit Wochen mit Knieproblemen unterwegs zu sein. "Wir haben seit Kitzbühel extrem viel Stress gehabt, aber ich hab mich unglaublich auf Schladming gefreut", betonte Neureuther - umso ärgerlicher, dass alles wieder so schnell vorbei war.

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